Kreditkartengebühr in Euroland entfällt ab Juli
- Konsumenten profitieren mit insgesamt 10 Mio. Euro im Jahr
- Visa Österreich expandiert nach Osteuropa
Kreditkartenbesitzer, die ab 1. Juli ihre Karte in Euroland zum Einkaufen zücken, müssen ab diesem Zeitpunkt keine Bearbeitungsgebühren mehr zahlen. Außerhalb der Eurozone ist weiterhin eine Gebühr von 1 Prozent fällig. Kleiner Wermutstropfen: Barbehebungen mit Kreditkarte sind weiter gebührenpflichtig!
Der Wegfall des Bearbeitungsentgelts, das derzeit noch bei 1 Prozent liegt, bringt den Kunden aller vier in Österreich tätigen Kreditkartenunternehmen rund 10 Mio. Euro im Jahr, schätzt Visa Austria Vorstandsvorsitzender Helmut Nahlik.
Bargeldbehebungen kosten weiter Gebühr
Anders sieht es beim Bargeld aus: Bei Abhebungen mit der Kreditkarte fallen sowohl in Österreich als auch in Euroland nach wie vor Gebühren, bei Visa beispielsweise in Höhe von rund 3 Prozent mindestens aber 3,63 Euro, an.
Bei den Bankomatkarten entfällt die Gebühr dagegen ab 1. Juli. Hintergrund dieser Preissenkungen ist eine EU-Verordnung, derzufolge die Preise für Kartenzahlungen und Bargeldbehebungen in den anderen Ländern der Eurozone nicht höher sein dürfen als im Inland.
Keine Erhöhung der Kartengebühr geplant
Erhöhungen der Kartengebühr werde es aber trotz der zu erwartenden Einnahmenausfälle nicht geben, betonte Nahlik. Österreich liege mit rund 18 Euro Jahresgebühr für eine Kreditkarte ohne Zusatzfunktionen wie etwa Versicherungen europaweit eher am unteren Ende. In Deutschland beispielsweise liege der Preis bei 20 bis 30 Euro. Disagio-Senkungen für die Vertragspartner seien nach den Rücknahmen des Vorjahres heuer nicht geplant.


