Darbo legt im ersten Quartal kräftig zu
- Auslistungen bie Rewe Austria kosten bis zu 2% Umsatz
- Darbo "nicht zu verkaufen"

Der Tiroler Marmeladenhersteller Darbo legte im ersten Quartal 2002 kräftig zu. Der Umsatz stieg in erster Linie im Export um 6,7 Prozent auf 15,4 Mill. Euro und das Betriebsergebnis um 20,6 Prozent auf 456.000 Euro. Trotz eines Schweizer Angebots verspricht Klaus Darbo: An den Mehrheitsverhältnissen ändert sich nichts.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) des - noch - börsenotierten Konzerns hat sich sogar auf 511.000 Euro mehr als verdreifacht, was auf die hohen Wertberichtigungen im 1. Quartal des Vorjahres zurückzuführen sei, sagte Klaus Darbo vor Journalisten in Wien. Im Inland ist Darbo von der Sortimentsbereinigung bei Rewe Austria betroffen, der Handelsriese listet bestimmte Packungsgrößen und Sorten von Markenprodukten aus. Das Ausmaß beziffert er mit 1 bis 2 Prozent vom Umsatz.
Schweizer Übernahme-Angebot
Der Chef geht davon aus, dass die Aktionäre das am Freitag bekannt gewordene Angebot der Schweizer Hero AG für die 9,23 Prozent Streubesitz annehmen werden. Das Delisting von der Wiener Börse schmerzt den Unternehmer nicht sehr. "Das spart Gebühren", sagte Darbo. Zudem sei grundsätzlich die Frage, ob eine Börsenotierung mit so geringem Streubesitz "sinnvoll" sei. An den Mehrheitsverhältnissen werde sich nichts ändern, bekräftige Darbo. Die Mehrheit sei in einer Stiftung eingemauert. "Darbo gibt es nicht zu kaufen", so der Unternehmer.
Von der noch engeren Verflechtung mit der Schweizer Hero AG (in die die Schwartau International GmbH eingebracht wurde), einer Tochter der Arnd Oetker Holding (Bad Schwartau/Deutschland) erhofft sich Darbo zusätzliche Aufträge. Derzeit setzt Darbo mit dem Verkauf von "Korny"-Müsli-Riegel in Österreich 2,5 Mill. Euro um, zudem werden im gleichen Volumen Marmeladen produziert.

