Nach Italien ist nun Spanien auf WM-Schiris sauer
- Verschwörungstheorien über Südkoreas Heimvorteil
- FIFA lehnt elektronische Hilfsmittel weiter ab
·ERGEBNISSE
Tabellen, Resultate, Schützen & Karten!
·Die Übersicht
Der Weg ins Finale - so lief es!
·WM-Superstar
Abstimmen: Wer ist Ihr Top-Spieler?
·ALLE BILDER
Korea nach Elfer- drama im Halbfinale
·Pro & Contra
Diskutieren Sie mit im WM-Forum!
·ABSTIMMEN!!!
Wer holt Sonntag den WM-Titel?
·WM-Premiere
Erstmals Asien- Team im Halbfinale
Nach Italien, nun Spanien und jedes Mal hieß der Nutznießer Südkorea. Mit 400.000 E-Mails hatten empörte und zornige italienische Fußballfans nach dem nicht zuletzt durch Fehlpfiffe des Schiedsrichters entstandenen Achtelfinal-k.o. der Squadra Azzurra gegen das WM-Gastgeberland die FIFA überschwemmt, am Samstag und Sonntag waren nun die Spanier an der Reihe. "Es sind viele eingetroffen, wenn auch nicht so viele wie aus Italien", berichtete FIFA-Sprecher Keith Cooper am Sonntag in Yokohama, der Inhalt dürfte aber ebenfalls deftig sein.
Nach zwei zu Unrecht aberkannten Toren der Spanier durch den Ägypter Gamal Ghandour, wobei es vor allem um den zweiten als Golden Goal zu wertenden Treffer von Morientes vor dem Elferschießen ging, vermuteten viele dunkle Machenschaften. "Konspirationstheorien gibt es überall im Leben und zu 99 Prozent sind sie unbegründet. Dies ist eine davon", wies Cooper alle Vorwürfe zurück. Das ändert aber nichts an einige für die Betroffenen das WM-Ende bedeutenden Entscheidungen der Referees im Verein mit ihren Assistenten, die nicht nur mit der Abseitsregel riesige (Seh)probleme haben dürften.
FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte deren Leistung ja schon als "Desaster" bezeichnet, was wiederum die Referees und ihre Kommission empörte. Der frühere FIFA-Vize Antonio Matarrese hatte wiederum den Schweizer beschuldigt, selbst an diesem Dilemma schuld zu sein. "Um wiedergewählt zu werden, hat er den kleinen Nationen alles versprochen", so der Italiener.
Ja zu Leistungsprinzip, Nein zu Hilfsmitteln
Statt des Gießkannenprinzips sollen künftig wieder alle drei (Schiedsrichter und Assistenten) aus einem Land kommen, weil auch Fehler aus mangelnder Kommunikation untereinander entstanden sind. Gefordert wird auch, dass nur die Besten, egal von welchem Kontinentalverband, dran kommen sollen. Strikt abgelehnt werden hingen elektronische Hilfen, mit denen beispielsweise krasse Fehlentscheidungen mit Hilfe eines vierten Mannes sofort rückgängig gemacht werden könnten.
Bei allem Verständnis dafür, dass auch Schiedsrichter "nur Menschen sind und irren können", muss dem türkischen Vorsitzenden der FIFA-Schiedsrichterkommission, Senes Erzik, doch vehement widersprochen werden, wenn er gerade noch zugibt, es hätte bei dieser WM ein oder zwei gröbere Fehler gegeben, kein Grund also zur Sorge. Das ist nämlich die Untertreibung des Jahres.
Kahn will sich im Halbfinale nicht entmutigen lassen
Spaniens Verbandspräsident Angel Maria Villar trat am Sonntag aus Protest aus der Schiedsrichterkommission aus. Südkoreas Trainer Guus Hiddink, dessen Mannschaft nun schon zwei Mal nicht nur durch die eigene Leistung, sondern vor allem auch dank der Referees im Titelrennen blieb, legte hingegen den Verlierern nahe, aus den eigenen Fehlern zu lernen und nicht nach Ausreden zu suchen". Daran will sich Oliver Kahn halten. "Wir mögen am Dienstag eine oder zwei Entscheidungen gegen uns haben. Das ist normal, es gibt schließlich den Heimvorteil. Das darf uns ab er nicht demoralisieren. Wird uns ein Tor aberkannt, dann müssen wird uns halt darauf konzentrieren, ein anderes zu schießen", meinte der FC Deutschland vor dem Treffen mit den Südkoreanern. Abwarten.
