Donnerstag, 20. Juni 2002

Joker in 11 Mal erfolgreich - Ausnahmefall Morientes

  • Donnerstag Ruhetag / Fr., 8.30: England - Brasilien
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56 der insgesamt 64 Fußball-WM-Spiele in Südkorea und Japan sind geschlagen, mit Titelverteidiger Frankreich, Argentinien, Uruguay und Italien gleich vier der sieben Weltmeisterländer aus der 72jährigen Geschichte dieses Bewerbes nach Hause geschickt. Höchste Zeit, einen Blick auf die als Torschützen erfolgreichen Joker zu werfen. Gleich in elf Begegnungen hatten die jeweiligen Teamchefs ein "goldenes Händchen", ihre Joker stachen in sechs Fällen siegreich und retteten in fünf weiteren ihrer Mannschaft wenigstens ein Remis.

Zu den besonderen Fällen gehört zweifellos Spaniens Morientes, der gegen Paraguay beim Stande von 0:1 zur Pause eingewechselt wurde und mit einem Doppelpack (53./69.) das Match zum 2:1 (Endstand 3:1) umdrehte. Bemerkenswert auch die Paraguayer Cuevas und Campos im Treffen mit den Slowenen, die 1:0 führten. Cuevas (in der 61. gekommen) traf in der 66. zum 1:1 und setzte in der 84 . noch einen zum Endstand 3:1 drauf. Campos (ab der 54. im Spiel) hatte in der 73. gescort.

Die auf zehn Mann reduzierten Deutschen verdanken den in der 46. Minute gekommenen Bode das wohl entscheidende Führungstor (50.) gegen Kamerun. Sieben Minuten nach seiner Einwechslung gelang Sonck in der 78. das 2:1 für Belgien gegen Russland, damit war die Partie, die 3:2 endete, wohl schon entschieden. Auch das 1:1 von Olic (kam in der 57.) in der 73. Minute gegen Italien half Kroatien (wie auch der Schiedsrichter) beim 2:1 enorm. Morishima, zur Pause gekommen, brachte mit dem 1:0 gegen Tunesien schon drei Minuten später Japan auf die Siegesstraße (Endstand 2:0).

In fünf weiteren Fällen retteten Joker ihren Teams wenigstens einen Punkt. So der Argentinier Crespo beim 1:1 gegen Schweden, als er in der 88. Minute (20 Minuten nachdem er im Spiel war) mit einem Elfernachschuss erfolgreich war. Alessandro del Piero wiederum half mit seinem Kopftor gegen Mexiko (85.) zum Aufstieg der Squadra mit, er war erst in der 78. Minute gekommen. Ebenfalls das 1:1 gelang dem Südkoreaner Jung-Hwan Ahn (78.) gegen die USA und Parks (Costa Rica) in der 86. gegen die Türkei. Morales und Forlan, in der 46. Minute eingewechselt, machten aus dem 0:3 von Uruguay gegen Senegal nach der Pause ein 2:3, wobei Morales schon in der ersten Minute seines Mitwirkens scorte und Forlan in der 69. Ein Strafraumfoul an Morales führte dann zu einem Elfer, den Recoba (88.) zum 3:3-Endstand verwandelte.

Insgesamt 20 Tore wurden in 15 Spielen von "Jokern" erzielt, fünf davon waren aber nur für die Statistik interessant, zumindest nicht mehr entscheidend. So das 7:0 von Bierhoff (85.) beim 8:0 Deutschlands gegen Saudiarabien. Das 4:0 von Rui Costa (88.) der Portugiesen gegen Polen. Das 3:0 von Marcin Zewlakow zum 3:0 der Polen gegen die USA (Endstand 3:1), das 2:3 des Russen Sitschew (89.) gegen Belgien und das 1:2 von Cimirotic (82. zum 1:2) beim 1:3 der Slowenen gegen Spanien.

20.6.2002 10:29