Sturm - GAK in Graz als Meisterschaftsprolog
- Zuschauer-Rekord für Supercup erhofft

Nach der Insolvenz des Champions FC Tirol wird Sturm Graz als Vizemeister als Prolog zur T-Mobile-Bundesliga gegen Cupsieger GAK den diesjährigen Supercup bestreiten. Schauplatz ist am 6. Juli (Beginn 17.30) das Grazer Schwarzenegger-Stadion, wo mit Einheitspreisen (15 Euro, Damen 10 Euro, Jugendliche bis 15 Jahre drei Euro) möglichst viele Zuschauer angelockt werden sollen.
"Dieses Derby ist der richtige Auftakt für die Meisterschaft", meinte dazu Bundesliga-Grschäftsführer Reinhard Nachbagauer, der ein möglichst volles Stadion und einen neuen Supercup-Zuschauerrekord (bisher waren die 7.000 vom Vorjahr in Innsbruck das Maximum) erhofft. Dazu beitragen soll u.a. die Aktion, dass schon der Vorweis eines gültigen Totoscheines zum kostenlosen Eintritt berechtigt. Im Zuge einer Charity-Aktion sollen pro Karte 50 Cents einer guten Aktion zu Gute kommen, über die das Publikum via Internet abstimmen soll.
Sturm-Coach Ivica Osim geht davon aus, dass sich seine Mannschaft im Hinblick auf die neue Saison noch einspielen muss, und befindet sich noch auf der Suche nach einer neuen Führungspersönlichkeit. "Ein neuer Kapitän muss gewählt werden", sagte der Coach. Sein Gegenspieler Thijs Libregts bezeichnete am Donnerstag die Entwicklung beim FC Tirol als "sportlich und finanziell nicht gut für den Fußball". Zusatz: "Ich hoffe auf positive Folgewirkungen und dass von den Verantwortlichen besser gewirtschaftet wird."
Sturm-Präsident Hannes Kartnig "bedankte" sich bei den Tirolern, dass sie Sturm durch das Aufrücken in den Supercup eine Million Schilling (so viel erhält jeder Starter) geschenkt haben. Dadurch wird laut Kartnigs Rechnung der geschätzte Verlust aus der Meisterschaft durch den Ausfall des FC Tirol auf rund zwei Millionen S reduziert.
