Bahnstreik: Leere Bahnhöfe und Chaos auf den Straßen
- 15 Millionen Italiener unterwegs
- ÖBB: Behinderungen im internationalen Reiseverkehr
·Im Detail:
Die Behinderungen im Zugverkehr
·Postbus-Streik
Kein Ergebnis nach Arbeitsniederlegung
Der 24-stündige Streik der Eisenbahner führte am Sonntag zu einem Verkehrschaos in Italien. Während die Bahnhöfe leer blieben, kam es zu chaotischen Zuständen auf Straßen und Autobahnen. Die italienischen Lkw-Fahrer planten an diesem Abend einen Bummelstreik, der zu erheblichen Problemen auf den Strassen des Landes führen könnte. Der Fährverkehr in Griechenland hat sich indessen nach einem viertägigen Streik wieder weitgehend normalisiert.
Über 15 Millionen Italiener setzten sich im ersten Sommerwochenende in Bewegung, um die Küsten und die Berge zu erreichen. Kilometer lange Staus wurden in Ligurien in Richtung französische Grenze gemeldet. Auch rund um die größeren Städte kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Streiks auch in den nächsten Tagen
Auch in den nächsten Tagen müssen sich die Italiener mit Streikaktionen im öffentlichen Verkehr auseinander setzen. Am Mittwoch ist von 12.00 bis 16.00 Uhr ein Streik der Fluglotsen geplant. Am 5. Juli legen von 9.00 bis 13.00 Uhr die Bahnangestellten die Arbeit nieder, die Gehaltserhöhungen fordern. Verkehrsminister Pietro Lunardi erklärte entrüstet, jeden Tag gäbe es in Italien Arbeitskämpfe. Er versprach Maßnahmen, um die Welle von Ausständen in Grenzen zu halten.
Lage in Spanien normalisiert
Einen Tag nach dem Generalstreik in Spanien hat sich der Flugverkehr zu den Ferienorten am Freitag weitgehend normalisiert. Alles laufe wieder in geregelten Bahnen, teilten die großen Reiseunternehmen übereinstimmend mit. Auch bei der Abwicklung der Flüge, die wegen des 24-stündigen Generalstreiks von Donnerstag auf Freitag verschoben worden waren, gebe es keine Probleme.
Wegen des Spanien-Streiks hatten Zehntausende von Urlaubern den Beginn ihrer Ferienreise verschieben müssen. Allein auf der Ferieninsel Mallorca waren am Streiktag 80 Prozent der vorgesehenen Flüge abgesagt oder verschoben worden. Dadurch blieben die Hallen im bestreikten Flughafen von Palma weitgehend leer. "Es gab weder Chaos noch Menschen", fasste die Zeitung "El Pais" die Lage zusammen.
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