Philippinischer Rebellenführer Abu Sabaya getötet
- Verantwortlich für Entführung von US-Missionaren

Philippinische Elitesoldaten haben den für die Entführung von drei US-Bürgern verantwortlichen Rebellenführer Abu Sabaya getötet. Der Anführer der Untergrundgruppe Abu Sayyaf sei zusammen mit zwei weiteren moslemischen Rebellen bei Gefechten mit der Armee auf der südlichen Insel Mindanao getötet worden, teilte das Militär am Freitag mit. Der Rebellenführer wird für die Entführung zahlreicher Philippinos und eines US-Missionarspaares verantwortlich gemacht.
Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo sagte am Freitag im örtlichen Rundfunk von Zamboanga, Spezialkräfte der Marine hätten den gesuchten Rebellenanführer Abu Sabaya in einem Boot beschossen. Beteiligte an der Aktion gegen die Moslemextremisten hätten ihr glaubwürdig versichert, dass der 39-Jährige unter den drei Toten eines Bootes sei, das versenkt wurde. "Sie sahen seinen Körper ins Wasser fallen. Nach ihm wird gesucht." Philippinische Spezialeinheiten stellten das Boot kurz vor Morgengrauen vor der Insel Mindanao rund 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.
Der 39-jährige Sabaya, ein früherer Marinekadett namens Aldam Tilao, ist der bekannteste Anführer der Abu-Sayyaf-Rebellen, nachdem deren Gründer bereits vor vier Jahren getötet worden war. Versteckt hält sich der zweite Mann der Rebellengruppe, die sich auf Entführungen und Lösegelderpressungen spezialisiert hat. Die Gruppe kämpft angeblich für einen Moslem-Staat im Süden der Philippinen.
Fünf Millionen Dollar Kopfgeld
Sabaya hatte im vergangenen Jahr das amerikanische Missionarspaar Martin und Garcia Burnham entführt. Nach ihrer Befreiung, bei der ihr Mann getötet worden war, hatte Garcia Burnham berichtet, die Gruppe der Entführer sei von Sabaya angeführt worden. Auf ihn war von den USA ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (5,21 Mill. Euro) ausgesetzt worden.
Präsidentin Arroyo hat den Kampf gegen die Rebellen verstärkt. Das philippinische Militär wird mittlerweile von US-Soldaten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus unterstützt.
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