Fehl-Alarm: Weißes Haus in Washington evakuiert
- Nicht identifiziertes Flugobjekt drang in 4-Meilen-Zone ein

Das Weiße Haus in Washington ist am Mittwoch Abend (Ortszeit) kurzfristig evakuiert worden. Grund: Ein Cessna-Kleinflugzeug, das in die Vier-Meilen-Sicherheitszone um den Amtssitz des US-Präsidenten geraten war. Nach wenigen Minuten wurde der Alarm allerdings wieder aufgehoben. Präsident George W. Bush befand sich nicht in seinem Amtssitz.
Das Flugzeug war kurz in den gesperrten Luftraum eingedrungen, ohne dass die Sicherheits- und Flugbehörden Funkkontakt aufnehmen konnten. Daher wurde gemäß der Sicherheitsvorschriften der Befehl zur Evakuierung des Weißen Hauses gegeben. Die Cessna wurde verfolgt, um den Piloten bei der Landung zu befragen, erklärten Sicherheitsbeamte gegenüber CNN. Bush sei "zu keinem Zeitpunkt" in Gefahr gewesen.
Das Flugzeug wurde mittlerweile außerhalb Washingtons zur Landung gebracht. Bei dem Eindringen in die Sicherheitszone habe es sich vermutlich um ein Versehen gehandelt, verlautete aus Regierungskreisen.
Das Ehepaar George und Laura Bush wurden laut CNN von den Sicherheitskräften nicht in die Bunker beim Weißen Haus gebracht, weil weniger als 15 Minuten nach dem Alarm bereits wieder Entwarnung gegeben wurde. Der genaue Aufenthaltsort des Präsidentenpaars zum Zeitpunkt der Evakuierung wurde von den Behörden "aus Sicherheitsgründen" nicht bekanntgegeben.
Vermeintlicher Bombenfund war Fehlalarm
Als Fehlalarm stellte sich unterdessen auch ein vermeintlicher Bombenfund unweit des Gebäudes der US-Notenbank (Fed) in Washington heraus. Die drei "verdächtigen Gegenstände", die in der Nähe des Gebäudes entdeckt worden seien, hätten sich nach näherer Prüfung als "nicht-explosiv" herausgestellt, teilte die Polizei mit. Das Gebäude war vorübergehend evakuiert worden.
Seit 11. September gesperrter Luftraum vergrößert
Das Weiße Haus wurde zuletzt am 11. September 2001 unmittelbar nach den Terroranschlägen in New York evakuiert. Damals befand sich Bush in Florida. Seitdem wurde der gesperrte Luftraum um das Weiße Haus vergrößert.
Im Jahr 1994 war am 12. September ein Kleinflugzeug im Rosengarten des Weißen Hauses abgestürzt. Bei dem Crash wurde der Pilot getötet, aber niemand am Boden verletzt. Der damalige US-Präsident Bill Clinton und seine Familie hatten sich nicht im Weißen Haus aufgehalten.
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