US-Anwalt Ed Fagan als Zeuge beantragt
- Fagan empört
Empört zeigte sich US-Anwalt Ed Fagan, der zunächst im Saal anwesend war, diesen aber schließlich verlassen musste: Der Advokat war als Zeuge beantragt worden und das Gericht hatte diesem Ansinnen zugestimmt.
Der Vorsitzende begründete die Entscheidung damit, dass alles als Beweismittel verwendet werden solle, was der Wahrheitsfindung dienen könnte. Fagan meinte, er sei Jurist, vertrete Opfer und werde von seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Außerdem wertete er diese Vorgangsweise als Affront gegen ihn und somit auch gegen US-Angehörige von Opfern, da er diese ja vertrete.
Nicht ein Fehler, sondern ein "Mosaik von Fehlern" habe die Brandkatastrophe in der Kapruner Standseilbahn ausgelöst, so Staatsanwältin Eva Danniger-Soriat zu Beginn ihres Strafantrages. "Der Brand war vorhersehbar, und die Beschuldigten wussten das", erläuterte die Anklagevertreterin. Es könne nicht sein, dass eine Seilbahn keine brandschutztechnischen Vorkehrungen aufweise, "nur weil es dazu keine Vorschriften gibt". Im Prozess gehe es nun darum, zu klären, ob dem Leugnen der 16 Angeklagten ein Bewusstsein ihrer Schuld zu Grunde liege.
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