Mittwoch, 19. Juni 2002

Unwetter in Kärnten, Oberösterreich und Steiermark!

  • Österreich: Tennisballgroße Hagelkörner, Blitze, Muren...
  • Deutschland: Taubeneigroße Hagelkörner!

Unwetter mit Sturmböen, Hagel und heftigen Regenfällen haben in der Nacht auf heute, Montag, schwere Schäden in Teilen Österreichs angerichtet. Besonders betroffen war Kärnten, wo die Feuerwehr 400 Mal ausrücken musste. Die Kosten betrtagen rund 4,3 Mill. Euro . Im Fotschertal im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum am Kopf getroffen und verletzt.

Entwarnung von der Meteorologen gab es vorerst keine. Die Gewitter könnten sich nach Angaben von Medeo-Data vor allem in Ostösterreich fortsetzen. "Momentan ist es noch ruhig, das kann sich aber ändern", so ein Experte. "Das Potenzial für Unwetter ist da."

In der Stadt Feldkirchen wurde der Amtshof als kultureller Sitz besonders in Mitleidenschaft gezogen. "Die Fassade sieht nach den Hagelschäden aus, als wenn jemand mit einem Maschinengewehr geschossen hätte", sagte Gemeindereferent Georg Wurmitzer (V) nach einem Lokalaugenschein.

In Zauchenwinkel bei Weitensfeld (Bezirk St. Veit/Glan) wurden zwei Brücken so stark beschädigt, dass die Zufahrt zu einigen Gehöften blockiert wurde. 40 Pioniere des Bundesheeres waren im Einsatz. Dies gilt auch für die Wörther See-Gemeinde Krumpendorf, wo ein Haus durch umgestürzte Bäume stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Klagenfurter Strandbad musste bis 13.00 Uhr wegen Überschwemmung geschlossen bleiben.

Auch in Teilen Oberösterreichs tobten am Montag in den frühen Morgenstunden schwere Unwetter. Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen war der Bezirk Braunau im Innviertel. Hier wurden bei mehreren Häusern die Dächer teilweise oder zur Gänze abgedeckt. Stromleitungen wurden unterbrochen, Straßen waren durch umstürzende Bäume unpassierbar. Nach Auskunft der Hagelversicherung gab es schwere Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, zum Teil waren die "Hagel-Geschosse" so groß wie Taubeneier. Neben dem Bezirk Braunau gehörten auch der Raum Grieskirchen, Eferding und Linz-Urfahr zu den Schauplätzen.

In Grimmenstein (Bezirk Neunkirchen) in Niederösterreich wurden sechs Wohnhäuser und der Aufzugschacht eines Lagerhauses überschwemmt. Weiters betroffen war ein Durchlass im so genannten Koppermühlgraben. Bei den stundenlangen Auspumparbeiten standen fünf Feuerwehren mit 71 Mann im Einsatz. Im Raum Aspang wurden am Wechsel und in Wiener Neustadt Äcker schwer in Mitleidenschaft gezogen.

In der Steiermark am führten die Unwetter am Sonntagnachmittag im Bezirk Hartberg zu Schäden. Eine Landes- und mehrere Gemeindestraßen wurden vermurt.

19.6.2002 16:58