Montag, 17. Juni 2002

Haupt führt steigende Geburten auf Kindergeld zurück

  • Besonders uneheliche Kinder legten zu: Plus 10 Prozent

Die Zahl der Geburten in Österreich steigt weiter: Laut Statistik Austria kamen im April 2002 um 5,2 Prozent mehr Babys zur Welt als im Jahr zuvor. Besonders die unehelichen Kinder legten mit plus zehn Prozent zu. Sozialminister Haupt sieht in diesem Babyboom einen Erfolg für die freiheitliche Familienpolitik. Besonders das Kindergeld sei für die erhöhte Geburtenrate verantwortlich, so Haupt.

"Ich bin davon überzeugt, dass dieses Mehr an Geburten sich auf die neue Familienpolitik der Regierung zurück führen lässt, die mit einem bunten Strauß an neuen Familienleistungen" den Österreichern ein Leben mit Kindern "schmackhaft" gemacht habe, so Haupt am Montag in einer Aussendung zu den jüngsten Zahlen der Statistik Austria im Geburtenbereich.

Der Minister verwies darauf, dass es die größten Zuwächse bei den Geburten im April dieses Jahres in der Steiermark mit einem Plus von 13,1 Prozent gegeben habe, gefolgt von Vorarlberg mit einem Plus von 10,7 Prozent und Kärnten mit einem Plus von 8,3 Prozent. Insgesamt gab es im April dieses Jahres um 321 Kinder mehr als im April des Vorjahres.

An erster Stelle stünde hier selbstverständlich das Kindergeld, der "Worldchampion" unter den Familienleistungen, aber auch die erhöhte Familienbeihilfe, der Mehrkindzuschlag, Pflegegeld ab der Geburt usw. Auch die Familienhospizkarenz und die Abfertigung Neu berücksichtigen in besonderem Maße die Interessen der Familien. "Eine neue, familienfreundliche Atmosphäre hat in unserem Lande Platz gegriffen. Und deshalb gibt es auch wieder mehr Kinder. Ich freue mich über diesen positiven Trend, der sich mit Sicherheit fortsetzen wird", so der Familienminister.

Zahl der Geburten in Österreich steigt weiter
Mit 6.451 Säuglingen kamen um 321 mehr Kinder zur Welt als im April 2001 (6.130). Fast alle Bundesländer verzeichneten eine Zunahme: Die höchste die Steiermark (+13,1 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (+10,7 Prozent) und Kärnten (+8,3 Prozent). Nur im Burgenland (-7,4 Prozent) und in Tirol (-5,8 Prozent) meldeten die Standesämter Rückgänge.

In den ersten vier Monaten des Jahres 2002 war die Zahl der lebend geborenen Kinder (24.735) um 422 oder 1,7 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (24.313). In Summe kamen in den vergangenen zwölf Monaten (Mai 2001 - April 2002) in Österreich aber um 2,1 Prozent weniger Säuglinge zur Welt als im Jahr davor. Erst seit Februar ist der Trend wieder steigend.

17.6.2002 11:00