Sonntag, 16. Juni 2002

Streikvorbereitungen bei den deutschen Banken

Im Tarifkonflikt des deutschen Bankgewerbes hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Montagmittag die Urabstimmung eingeläutet. Der drohende Arbeitskampf hat sich an der Bedingung der Arbeitgeber entzündet, größere Teile der Gehälter leistungsabhängig zu machen und dafür den Tarifvertrag zu öffnen. Der Arbeitgeberverband hat zudem seinen Mitgliedern empfohlen, auf freiwilliger Basis ohne Tarifvertrag eine Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent zu zahlen. Ver.di verlangt 6,5 Prozent mehr.

Der Auftakt der Abstimmung lag in der Region Kiel - mit einem Schwerpunkt bei der Deutschen Bank 24. Im Laufe des Tages sollen auch in anderen Regionen Bankenmitarbeiter entscheiden, ob sie die Forderung nach höheren Gehältern mit Streiks unterstreichen wollen. Laut ver.di kann es schon in dieser Woche zu Streiks kommen. In Hessen findet am Montag keine Urabstimmung statt.

Grund für den drohenden Arbeitskampf ist die Bedingung der Arbeitgeber, größere Teile der Gehälter leistungsabhängig zu machen und dafür den Tarifvertrag zu öffnen. Der Arbeitgeber-Verband hat seinen Mitgliedern empfohlen, auf freiwilliger Basis ohne Tarifvertrag eine Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent zu zahlen. Ver.di verlangt 6,5 Prozent mehr.

Ver.di zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass die erforderlichen Stimmen für einen Streik zusammenkommen. Nötig ist eine Zustimmung von 75 Prozent der anwesenden ver.di-Mitglieder, allerdings nicht bundesweit, sondern nur in den jeweils für einen Streik vorgesehenen Banken. Entsprechend soll es auch keinen flächendeckenden Streik geben. Vielmehr soll in Banken in einzelnen Städten oder Regionen gestreikt werden.

16.6.2002 14:23