Freitag, 14. Juni 2002

Festnahmen bei Treffen der G-7-Finanzminister

  • Finanzminister optimistisch für Wirtschaftaussichten

Beim Treffen der Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten hat die Polizei in Kanada am Samstag 34 Demonstranten vorübergehend festgenommen. Die Globalisierungskritiker hatten Straßensperren in der ostkanadischen Hafenstadt Halifax überrannt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zuvor waren Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen rund 200 Demonstranten vorgegangen, die Barrieren in der Nähe des Konferenzzentrums stürmen wollten. Die G-7-Finanzminister beurteilt die Entwicklung der Weltwirtschaft trotz widersprüchlicher Daten und ungeachtet jüngster Wechselkursveränderungen mit ungetrübtem Optimismus.

Beim Treffen der Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten hat die Polizei in Kanada am Samstag 34 Demonstranten vorübergehend festgenommen. Die Globalisierungskritiker hatten Straßensperren in der ostkanadischen Hafenstadt Halifax überrannt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zuvor waren Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen rund 200 Demonstranten vorgegangen, die Barrieren in der Nähe des Konferenzzentrums stürmen wollten.

Finanzminister optimistisch für Wirtschaftaussichten
Die G-7-Finanzminister beurteilt die Entwicklung der Weltwirtschaft trotz widersprüchlicher Daten und ungeachtet jüngster Wechselkursveränderungen mit ungetrübtem Optimismus. "Das Wachstum in unseren Volkswirtschaften hat seit unserem letzten Treffen an Stärke gewonnen und sollte sich im Laufe des Jahres weiter festigen", hieß es im Abschlusskommunique, das die G-7-Finanzminister. Die Minister einigten sich darauf, ihre Hilfe für ärmere Länder zu verstärken.

Der gemeinsame Kampf gegen kriminelle Praktiken im internationalen Finanzsystem solle forciert werden, sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD). In Hinblick auf Vorbeugung und Bewältigung von Finanzkrisen seien Fortschritte gelungen. Die Argentinien-Krise gebe weiter Anlass zur Sorge.

Das G-7-Ministertreffen hatte diente der Vorbereitung des nächsten Weltwirtschaftsgipfels im kanadischen Kananaskis am 26./27. Juni.

In ihrem Abschlusskommunique mahnten die Finanzminister aus den USA, Großbritannien, Italien, Frankreich, Japan, Kanada und Deutschland eine wachstumsfördernde Politik weltweit an. Das schließe Maßnahmen ein, die das Funktionieren von Arbeits-, Kapital- und Produktmärkten sicherstellten, die Umwelt schonten sowie Innovation und Unternehmergeist förderten.

14.6.2002 09:37