T€URO-Wut: 46% wünschen sich den Schilling zurück
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Markenprodukte im EU-Vergleich
Die Unzufriedenheit der Österreicher mit dem Euro ist nach wie vor groß. Nach einer in der letzten Woche durchgeführten NEWS-Gallup-Umfrage glauben immer noch 83%, dass ihr Leben durch den Euro teurer geworden ist. Und beachtliche 46% wünschen sich den Schilling zurück. Löblicher Gegentrend: Im Lebensmittel- und im Elektrohandel herrscht eine hohe Preisdisziplin.
Martin Bartenstein kann die ganze Aufregung nicht verstehen. „Eine Teuro-Debatte ist in Österreich nicht gerechtfertigt.“ Doch viele Österreicher wollen der apodiktisch vorgetragenen Absage des Ministers an eine notwendige Debatte nicht zustimmen: Auf der neuen Euro-Preishotline von NEWS gingen in den ersten Tagen bereits zahlreiche Meldungen ein. Sie werden vom NEWS-Euro-Preissheriff in jedem einzelnen Fall geprüft. Auch via E-Mail und Telefon meldeten zahlreiche Leser Preissünder – aber auch positive Beispiele von jenen Händlern und Dienstleistern, die ihre Preise trotz Euro-Umstellung reduziert haben.
Disziplinierte Food-Ketten
Auch den großen Lebensmittelketten wird von Konsumentenschützern wie AK-Chef Herbert Tumpel „eine im Großen und Ganzen hohe Preisdisziplin“ attestiert. „Durch unsere Fixpreis- Garantie“, meint etwa Billa-Einkaufsleiter Josef Siess, „gab es zwischen Oktober 2001 und März 2002 keine Preiserhöhungen – außer wenigen, von Lieferantenseite vorgegebenen Ausnahmen.
Seither wurden nur einige Preise leicht angehoben, aber sicher nicht mehr als bei den Erhöhungen in den Jahren zuvor.“ Gleichzeitig sorgt der beinharte Wettbewerb mit Spar für laufende Sonderaktionen, die die Preise weiter nach unten drücken.
Elektrohandel senkt Preise
Auffällig stark nach unten gedreht wurde die Preisschraube im Elektrohandel. So gibt es beispielsweise bei Cosmos/Köck Geräte wie Waschmaschinen, Fernseher, Digitalkameras und DVD-Player um 15 bis 20 Prozent billiger als im Vorjahr. „Das ist nicht monokausal auf die Euro-Umstellung zurückzuführen. Der Preiskampf in unserer Branche ist besonders hart“, sagt Cosmos-Geschäftsführer Manfred Warmuth.
Und Konkurrent Robert Hartlauer assistiert: „Bei der ohnehin geringen Gewinnspanne eine fast schon bedenkliche Entwicklung. Insgesamt gesehen haben wir unsere Produktpalette seit Jänner um 1,5 Prozent verbilligt, besonders bei Digitalkameras und DVD- Playern sind die Preise um bis zu 30 Prozent zurückgegangen.“
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