Mittwoch, 12. Juni 2002

"profil": Semperit-Verkauf an nö. Unternehmer fast fix

  • 600 Arbeitsplätze in Traiskirchen vor der Rettung
  • Glanzstoff Austria will Conti-Werk im belgischen Herstal kaufen

In dem vor der Schließung stehenden Semperit Reifenwerk in Traiskirchen könnten 600 der insgesamt 1.250 Arbeitsplätze gerettet werden. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, dürfte der Verkauf des Semperit-Werks Traiskirchen an den niederösterreichischen Unternehmer Walter Schweifer kurz vor dem Abschluss stehen. Continental habe demnach eine Zusage für die Abnahme von Gummimischungen aus Traiskirchen auf die Dauer von fünf Jahren gemacht. Conti wollte das Semperit-Werk in Traiskirchen bis Ende Juli 2002 stilllegen.

Darüber hinaus wird in den laufenden Verhandlungen auch versucht, eine preisliche Basis für eine künftige Abnahme von LKW-Reifen durch Conti zu finden. Möglich soll eine neue, für Continental akzeptable Preisgestaltung vor allem deshalb werden, weil "ich bei null anfangen kann und keine Altlasten mitschleppen muss", so Schweifer zu "profil". Die Finanzierung des Kaufpreises - zwischen 15 und 35 Millionen Euro - sei laut Schweifer gesichert.

Möglicherweise bald zweiter Conti-Standort in österreichischer Hand
Neben Semperit könnte nun sogar ein zweiter Continental-Standort in österreichische Hände gelangen. Laut "profil" hat die zur Unternehmensgruppe des Industriellen Cornelius Grupp gehörende Glanzstoff Austria GmbH Mittwoch ein Angebot für das bereits geschlossene Werk in Herstal, Belgien, gelegt. Im Fokus des Interesses steht die Fertigung von Textilcord, einem Material, das für die Produktion von Diagonalreifen gebraucht wird. Bereits 1997 hatte Glanzstoff eine derartige Anlage von Continental in Luxemburg gekauft und beliefert den Konzern seither mit Textilgeweben.

Die komplette Story lesen Sie im neuen "profil"!

12.6.2002 11:24