Erste Bank holt sich via Kapitalerhöhung 600 Mio. Euro
- Ausgabe von 8 Millionen Aktien geplant
- Mit dem Geld soll die Ost-Expansion der Bank gesichert werden

Die Erste Bank wird noch heuer eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 8 Millionen Aktien oder 16% des jetzigen Grundkapitals öffentlich anbieten. Dazu hat der Aufsichtsrat am Montag den Vorstand ermächtigt. Damit soll die weitere Expansion des Instituts in Zentraleuropa gesichert werden.
In erster Linie werde die Erste Bank die Mittel aus dieser Kapitalerhöhung - auf Basis des gestrigen Schlusskurses von 75,99 Euro wären dies rund 608 Mio. Euro - dazu verwenden, jene Aktien der tschechischen Großbank Ceska sporitelna (CS) zu übernehmen, die nach dem Übernahmeangebot vom Erste-Bank-Hauptaktionär AVS gehalten werden. Bisher wurden an die AVS 49,5 Mio. CS-Aktien im Wert von rund 615 Mio. Euro übertragen.
Mit den 8 Mio. Stück neuen Aktien nützt die Erste etwas mehr als die Hälfte des bei der letzten Hauptversammlung im Mai genehmigten 5-jährigen Kapitalrahmens von bis zu 15 Mio. Aktien aus. Derzeit verfügt die "Erste" über 50,36 Mill. Aktien Grundkapital - auf Basis des aktuellen Kurses eine Börsekapitalisierung von 3,827 Mrd. Euro.
Hauptaktionär AVS zieht zu maximal 25 Prozent mit
Die Erste Bank-Hauptaktionärin Anteilsverwaltungssparkasse (AVS), die derzeit 40,8 Prozent des Grundkapitals hält, wird bei der Kapitalerhöhung zu maximal 25 Prozent mitziehen, ihr Anteil daher unter 40 Prozent sinken, sagte Erste-Sprecher Michael Mauritz. Erhöhen soll sich der Streubesitz.
Stärker als nur anteilswahrend sollen nach früheren Angaben von Erste Bank-Generaldirektor Andreas Treichl die Bundesländersparkassen bzw. deren Anteilsverwaltungen zugreifen. Die heimischen Sparkassen halten derzeit 9,6 Prozent der Erste-Aktien. "Strategische Investoren" - darunter Generali, Swedbank, Artesia/Dexia und Commerzbank -, die dem erweiterten Streubesitz von insgesamt 53 Prozent zugerechnet werden, halten zusammen 15 Prozent.
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