2001 weltweit 1,9 Mrd. Musik-Raubkopien verkauft
- Zwei von fünf Aufnahmen sind illegal kopiert

Der Handel mit gestohlener Musik blüht weltweit wie noch nie: Allein im Jahr 2001 wurden schätzungsweise 1,9 Milliarden Raubkopien von Musikaufnahmen verkauft. Das teilte die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), die Vereinigung der internationalen Musikindustrie, in einem am Dienstag in Washington veröffentlichten Report mit. Die Zahlen, die sowohl CDs als auch Kassetten einschließen, bedeuten den Angaben zufolge, dass 2001 zwei von fünf verkauften Aufnahmen illegal kopiert waren.
Insgesamt nahm der Handel mit CD-Raubkopien um 48 Prozent auf 950 Millionen Exemplare zu, wie aus dem IFPI-Bericht weiter hervorgeht. 450 Millionen davon waren privat produzierte Kopien, während die restlichen 500.000 kommerziell in Fabriken hergestellt wurden.
Der Marktwert stieg den Angaben zufolge trotz verstärkten Handels mit insgesamt 4,3 Milliarden Dollar (4,55 Mrd. Euro) 2001 nur um 100 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die Musikindustrie führt dies auf drastisch gesunkene Preise von CD-Raubkopien zurück. Der Wert der illegal verkauften Kopien sei nicht identisch mit den Verlusten für die Industrie, die weit über 4,3 Milliarden Dollar hinausgingen.
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