Elsa-Pleite - Staatsanwaltschaft ermittelt
- Möglicherweise verspätete Insolvenzanmeldung

Nach der Pleite der Elsa AG hat jetzt die Aachener Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen das High-Tech-Unternehmen aufgenommen. Grundlage seien Anzeigen von Privatleuten wegen Insolvenzvergehen, bestätigte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Dienstag einen Bericht des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Dazu könnte grundsätzlich eine verspätete Insolvenzanmeldung gehören.
Nach Angaben des Aachener Insolvenzverwalters Thomas Georg gibt es Hinweise, wonach die Elsa AG bereits Ende 1999 zahlungsunfähig gewesen sei. Der Vorstand hatte das Insolvenzverfahren im Februar 2002 beantragt. 3000 Gläubiger seien davon betroffen, teilte Georg mit. Die Verbindlichkeiten betragen demnach 116 Mill. Euro.
Der Grafikkarten- und Netzwerkspezialist (Modems) war in Schwierigkeiten geraten, nachdem acht Banken ihre Kredite in Höhe von 38 Mio. Euro gekündigt hatten. Der Betrieb war am 1. Mai dieses Jahres eingestellt worden. Davon waren rund 340 Menschen in Aachen und München betroffen.
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