Österr. Unternehmen bei Weiterbildung hinten
- Im EU-Vergleich nur knapp vor den Beitrittskandidaten
- Spitzenreiter sind Dänemark und Norwegen
Die österreichischen Unternehmen geben im EU-Vergleich am wenigsten für Weiterbildung aus. An der Spitze liegen nach Daten von Eurostat die skandinavischen Staaten Dänemark und Norwegen, gefolgt von den Niederlanden, Schweden, Belgien, Luxemburg, Irland, Finnland, Spanien, Portugal und Deutschland. Österreich kann dabei nur die EU-Beitrittskandidaten Ungarn, Bulgarien, Tschechien, Estland, Slowenien, Polen, Lettland, Litauen und Rumänien distanzieren.
Die Gesamtausgaben für Weiterbildungskurse pro Beschäftigtem haben im Jahr 1999 rund 1.215 Euro in Dänemark betragen, während Schlusslicht Rumänien nur auf 113 Euro kam. In Österreich beliefen sich die Gesamtkosten pro Angestelltem auf rund 426 Euro. Auch bei den Partizipationsraten für Weiterbildungskurse liegt Österreich hinter den EU-Staaten und wird sogar von einigen Beitrittskandidaten ausgestochen.
Ebenfalls auffällig: Den weitaus größten Teil der Weiterbildungskosten trugen die Unternehmen selbst, betonte Michael Litschka vom Forschungsverein 3s Research Laboratory, der die Eurostat-Daten auswertet, gegenüber der APA. Es gelte nun zu überdenken, ob daher nicht verstärkt staatliche Lenkungsmaßnahmen ergriffen werden müssten.
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