Ryanair: Gewinnsprung von 44 Prozent
- Gewinn von 150 Mio. Euro deutlich über den Erwartungen
- Nach Fusion von Easyjet und GO ist Ryanair die Nr. 2

Die irische Billigfluglinie Ryanair hat mit einem Gewinnsprung von 44 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr die Markterwartungen deutlich übertroffen. Das Ergebnis sei trotz der tragischen Ereignisse am 11. September in den USA und dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien gesteigert worden und zeuge damit von der Robustheit der Billigflug-Strategie, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary.
Der Gewinn nach Steuern sei bis zum 31. März auf 150,4 Mill. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Analysten hatten mit 140,9 Mill. Euro gerechnet.
Zugleich hob Ryanair-Chef Michael O'Leary die Prognosen für das Verkehrswachstum. In den kommenden zwei Jahren werde mit einem jährlichen Zuwachs von 30 bis 35 Prozent gerechnet, erklärte O'Leary. Danach werde sich der Anstieg des Verkehrsaufkommens bei 25 Prozent pro Jahr stabilisieren.
Den Vorsteuergewinn bezifferte Ryanair für das vergangene Geschäftsjahr auf 172,4 Mill. Euro bei einem Gesamtumsatz von 624,1 Mill. Euro. Analysten hatten vor Steuern mit einem Ergebnis von lediglich 162 Mill. Euro gerechnet. Die Gewinnmarge sei um drei Prozentpunkte auf 26 Prozent gestiegen, hieß es ferner.
Die Fluggesellschaft, die 76 Strecken in 13 europäischen Ländern unterhält, beförderte im abgelaufenen Jahr 11,1 Mill. Fluggäste und damit 38 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In Deutschland bietet Ryanair Billigflüge von Hahn im Hunsrück, einem ehemaligen US-Luftwaffenstützpunkt, an. Mitte März hatte das Landgericht Köln nach einer Klage der Lufthansa der irischen Gesellschaft verboten, in der Werbung vom Abflugort "Frankfurt-Hahn" zu sprechen. Das Gericht hatte die Entscheidung damit begründet, dass Hahn rund 120 Kilometer von der Mainmetropole entfernt liegt.
Fusion von Easyjet und GO begrüßt
Ryanair-Chef Michael O'Leary zeigte sich bei der Veröffentlichung der Ergebnisse optimistisch. Das Ergebnis sei trotz der tragischen Ereignisse am 11. September in den USA und dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien gesteigert worden und zeuge damit von der Robustheit der Billigflug-Strategie, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. In Deutschland habe der große Erfolg der Billig-Angebote sogar ihn persönlich überrascht. Ryanair war bis zur kürzlich besiegelten Übernahme von Go-Fly durch die britische Gesellschaft easyjet Europas größter Billigflug-Anbieter und ist seither die Nummer Zwei.
Die Übernahme des Konkurrenten Go-Fly durch die britische Billigflugline easyJet begrüßte O'Leary als Zeichen für die erwartete Konsolidierung des Discount-Flugmarktes in Europa. Er rechne damit, dass Ryanair weiterhin einen Kostenvorsprung genießen werde. "Da Ryanair seine Flugpreise weiter reduziert, wird die Preisschere zwischen uns und all unseren Konkurrenten größer", sagte O'Leary.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Michael Schumacher18:02
"Der alte Hund"Niki Lauda zog seine rote Kappe vor dem Deutschen. Seine Pole fand er "sensationell".
Mordalarm in Wien10:53
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache

