Freitag, 14. Juni 2002

Spanien bleibt in Elfer-Drama gegen Irland siegreich

  • Nach Verlängerung stand es 1:1, 3:2-Sieg im Elferschießen
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Spanien ist bei der Fußball-WM nach einem wahren Elfer-Krimi weiterhin im Titelrennen. Durch einen Kopfball-Treffer von Fernando Morientes in der achten Minute führten die Iberer am Sonntag in Suwon im Achtelfinale gegen Irland bis zur 90. Minute mit 1:0, ehe Robbie Keane mit einem Elfmeter der Ausgleich gelang. Nachdem in der Verlängerung keine Tore gefallen waren, fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen: Dort setzten sich die Spanier mit 3:2 durch und stehen damit ebenso wie zuvor Deutschland, England und Senegal im Viertelfinale, wo am Samstag in Gwangju nun Südkorea oder Italien der nächste Gegner ist.

In der WM-Qualifikation gegen Österreich, Israel und Co souverän, waren die Spanier auch locker durch die Vorrundengruppe B marschiert. Gegen Slowenien, Paraguay und Südafrika gab es in drei Spielen ebenso viele Siege, der erste Gruppenplatz wurde überlegen fixiert. Die Brust der Spanier war nach nur acht Minuten des Achtelfinales noch stolz geschwellter: Carlos Puyol flankte von der rechten Seite zur Mitte und Fernando Morientes verlängerte per Kopf ideal ins lange Eck.

Spanier oft in irischer Abseitsfalle
Die erste Möglichkeit des Spiels hatten allerdings die Iren gehabt, doch Robbie Keane zirkelte den Ball nach drei Minuten knapp am Tor vorbei. Spanien agierte nach der Führung weit ballsicherer, lief jedoch immer wieder in die irische Abseitsfalle. So wurde ein Tor von Luis Enrique nach Bilderbuchaktion von Morientes und Raul zu Recht nicht anerkannt (25.), die Abseits-Anzeige bei Morientes war aber falsch (40.). Irland hielt zwar dagegen, verlangte den Spaniern kämpferisch alles ab, Torchancen waren aber zunächst Mangelware.

Irland wurde immer stärker, vergab aber einen Elfer
Nach dem Wechsel blieben zunächst Morientes und Co gefährlicher, der Torschütze (47.) und Fernando Hierro (59.) vergaben aber und nach einer Stunde kamen die Iren mächtig auf. Zunächst bewahrte Hierro bei einem Kilbane-Schuss nach Casillas-Fehler die Spanier vor einem Verlusttreffer, nach 62 Minuten aber schien der Ausgleich in der Luft zu liegen. Damien Duff holte gegen Juanfran einen Elfmeter heraus, Casillas parierte aber den schwachen Versuch von Ian Harte und der Nachschuss von Kevin Kilbane fiel geradezu kümmerlich aus.

Der zweite Elfer in letzter Minute saß
Nachdem auch Duff (80.) und Robbie Keane (84.) nicht getroffen hatten, schien die Partie gelaufen zu sein, doch in der 90. Minute entschied der schwedische Schiedsrichter Anders Frisk erneut auf Elfmeter für Irland. Diesmal ging die Entscheidung nach Hierros Halten gegen den eingewechselten Niall Quinn in Ordnung und Robbie Keane ließ sich die Chance nicht nehmen sein Team in die Verlängerung zu bringen.

Casillas rettet die Spanier vor frühem WM-Aus
Dort wirkten die Iren mehr Kraft-Reserven zu haben, den Spaniern gelang kaum noch eine durchdachte Angriffs-Aktion - zudem waren Raul und Morientes nicht mehr auf dem Platz. In der Verlängerung mussten die Spanier zudem ab der 105. Minute mit zehn Mann auskommen, nachdem der eingewechselte David Albelda verletzt ausschied. Baraja (111.) hatte dennoch das Golden Goal vor den Beinen, auf der Gegenseite vergaben Breen (99.) und Connolly (112.). Im Elfmeterschießen parierte Casillas gleich zwei Mal, Mendieta behielt als letzter Schütze die Nerven.

14.6.2002 13:59