Ecuador besiegte Kroatien 1:0 und rettete Italien
- Tor von Mendez bringt 1. WM-Sieg der Südamerikaner
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Ecuador hat am Donnerstag bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan Italien vor dem Vorrunden-Out bewahrt. Die Südamerikaner bezwangen am letzten Spieltag der hochdramatischen Gruppe G Kroatien 1:0 (0:0), feierten damit den ersten WM-Endrunden-Erfolg überhaupt und warfen den WM-Dritten von 1998 aus dem Rennen.
Die Kroaten konnten somit die mexikanische Schützenhilfe (1:1 gegen Italien) nicht nutzen, denn ein Sieg über Ecuador hätte der Truppe von Teamchef Mirko Jozic den Aufstieg gebracht.
Mit einem Sieg mit zwei Toren Differenz hätten die Kroaten das Ticket fürs Achtelfinale in jedem Fall in der Tasche gehabt, doch von diesem Ziel waren die Europäer meilenweit entfernt. Die Nervosität hemmte die Kroaten, bei denen mit Milan Rapaic und Ivica Olic die beiden Torschützen vom 2:1-Triumph über Italien neuerlich zum Zug kamen, aber blass blieben. Auch bei Routinier Alen Boksic streikten die Nerven, der FC Middlesbrough-Stürmerstar scheiterte bei zwei guten Möglichkeiten (34. Minute Außenstange, 45.) vor der Pause.
Selbst der Außenseiter aus Ecuador hätte noch den Sprung in die zweite Runde schaffen können, die Südamerikaner hätten im Falle einer Italien-Niederlage jedoch einen echten Kantersieg benötigt. Den ersten, kleinen Schritt in diese Richtung machte die Truppe von Teamchef Hernan Dario Gomez in der 48. Minute, als Edison Mendez für das überraschende 1:0 sorgte. Nach einer Flanke von Ulises de la Cruz legte Agustin Delgado per Kopf auf und Mendez vollendete zum zweiten WM-Treffer seines Heimatlandes.
Kroatien knüpfte auch nach dem Rückstand an die katastrophale Leistung gegen Mexiko, und nicht an die ausgezeichnete Darbietung gegen die Italiener an. Schwerfällig und ideenlos versuchte man den Abwehrriegel zu knacken, obwohl Teamchef Jozic alles auf eine Karte setzte und mit Davor Vugrinec, Jurica Vranjes und Mario Stanic frische Offensiv-Kräfte brachte. Der notwendige Schwung blieb aus, Vugrinec (83.) und Rapaic (86.) ließen die wenigen guten Chancen aus.
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