Paraguay nach 3:1-Sieg vs. Slowenien im Achtelfinale
- Zehn Südamerikaner drehten Pausenrückstand noch um
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Paraguay gelang am Mittwoch beim 3:1 (0:1)-Sieg gegen Slowenien ein bemerkenswertes Comeback und damit noch der Sprung ins WM-Achtelfinale. Die Südamerikaner drehten durch Tore der eingetauschten Nelson Cuevas (66. und 84. Minute) sowie Jorge Campos (73.) noch einen 0:1-Pausenrückstand um, obwohl sie ab der 22. Minute nach der Gelb-Roten Karte für Carlos Paredes lange Zeit mit zehn Mann auskommen mussten.
Die Ausgangsposition für die Südamerikaner vor der Partie war klar: Nur ein Sieg und ein gleichzeitiger Erfolg von Spanien gegen Südafrika würde den Einzug in die Runde der letzten 16 bringen. Der unbedingte Siegeswille war der Elf von Cesare Maldini aber zu Beginn nur wenig anzumerken. Die Slowenen (mit Ales Ceh vom GAK sowie Ex-LASK und GAK-Spieler Zeljko Milinovic, aber ohne den verletzten Ex-Tiroler Aleksander Knavs) präsentierten sich zunächst engagierter, nach den beiden Niederlagen gegen Spanien und Südafrika sollte zumindest ein versöhnlicher Abschluss her.
Paraguay brauchte Tore, aber Carlos Paredes war dabei für sein Team keine große Hilfe: Schon nach vier Minuten mit der Gelben Karte belastet, musste er nur 18 Minuten später nach Foul an Milenko Acimovic mit Gelb-Rot vom Platz. Torchancen gab es vorerst nur selten: Francisco Arce und Jose Cardozo (beide 30. Minute) sowie Roque Santa Cruz (36.) auf Seiten Paraguays, sowie Mladen Rudonja (42.) für Slowenien. In der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte aber verhalf Paraguays Star-Torhüter Jose Luis Chilavert mit einem Patzer den Slowenen zur Führung, als er sich bei einem Acimovic-Schuss aus spitzem Winkel überraschen ließ.
Nach der Pause deutete vorerst nichts auf eine Wende hin: Rudonja (50.), Osterc (51.), Acimovic (52./Latte) und Cimirotic (53.) hätten auf 2:0 für Slowenien stellen können, das Tor aber fiel auf der Gegenseite. Der eingewechselte Nelson Cuevas traf vorbei an Mladen Dabanovic ins kurze Eck zum 1:1 (66. Minute). Paraguay stand in dieser Phase auch das nötige Glück zur Seite, als ein Osterc-Schuss an die Querlatte abgefälscht wurde (73.) und fast im Gegenzug der ebenfalls eingetauschte Jorge Campos genau ins lange Eck traf.
Das 2:1 beflügelte, aber noch fehlte ein Treffer. Chilavert scheiterte mit einem Freistoß (80.), dann sah bei den Slowenen der eingewechselte Nastja Ceh in der 81. Minute die Rote Karte. Santa Cruz hatte das 3:1 vor den Beinen (83.), ehe Cuevas in der 84. Minute doch noch den vielumjubelten Treffer markierte. Sein Knaller prallte von der Querlatte hinter die Linie, damit war Paraguay im Achtelfinale - nun wartet Deutschland.
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