Donnerstag, 13. Juni 2002

Hattrick-Sieg für McRae in Griechenland vor Grönholm

Colin McRae ist der neue Rallye-König von Griechenland. Mit seinem Hattrick-Sieg beim siebenten WM-Lauf erhöhte der Ford-Pilot seine Griechenland-Erfolge auf insgesamt fünf. Damit katapultierte sich der Schotte mit seinem ersten Saisonsieg und nun 20 WM-Punkten vom siebenten auf den dritten Rang der WM-Gesamtwertung. Der Finne Marcus Grönholm, der mit einem Rückstand von 24,5 Sekunden im Peugeot 206 Zweiter wurde, sicherte sich mit 37 Zählern die WM-Halbzeitmeisterschaft ebenso wie Marken-Titelverteidiger Peugeot mit 77 Punkten vor Ford mit 55 Zählern.

In der ewigen Siegerliste teilt sich nun McRae nach seinem 24. Triumph die Spitze mit dem vorzeitig ausgefallen Finnen Tommi Mäkinen (Subaru) und dem in Griechenland drittplatzierten WM-Zweiten Carlos Sainz aus Spanien (Ford). Für den Schotten war es der erste Sieg nach genau einem Jahr an gleicher Stelle. "Ich habe heute oft an meinen Ausfall auf Zypern denken müssen und bin deswegen noch konzentrierter gefahren, denn ich wollte hier unbedingt gewinnen", sagte der Weltmeister von 1995 zu seinem ersten Saisonsieg.

Sieg beinahe verspielt
Zu Beginn der Finaletappe hatte McRae eine gesundes Maß an Konzentration jedoch vermissen lassen. Den Sieg verspielte er beinahe, als er einen Baum und Felsen touchierte, was aber ohne Folgen blieb. Für Ford war es der zweite Sieg in diesem Jahr, der 42. WM-Erfolg und der achte Triumph in Griechenland.

Grönholm mit 2. Platz zufrieden
"Aus eigener Kraft hätte ich Colin McRae nicht schlagen können. Daher wollten wir nur noch unsere Position halten und die sechs WM-Punkte sichern", erklärte Tabellenführer Grönholm, der mit dem zweiten Platz das bisher beste Ergebnis für Peugeot seit dem WM-Comeback 1999 in Griechenland holte.

Burns ausgeschieden
Pech hatte hingegen sein britischer Teamkollege Richard Burns. Der amtierende Weltmeister schied, auf dem zweiten Rang liegend, wegen eines Aufhängungsschadens bereits zu Beginn der letzten Etappe aus. Kurz vor dem Ziel verhinderte ein Motorschaden des zeitweise auf Platz zwei liegenden Belgiers Freddy Loix den ersten großen Erfolg des koreanischen Automobilherstellers Hyundai.

Der nächste und achte WM-Lauf finden vom 11. bis 14. Juli in Kenia statt.

Endergebnis nach drei Etappen
1. Colin McRae/Nicky Grist (GBR) Ford Focus WRC 4:27:43,8 Std.
2. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Peugeot 206 WRC + 24,5 Sek.
3. Carlos Sainz/Luis Moya (ESP) Ford Focus WRC 1:45,6 Min.
4. Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen (FIN) Peug.206 WRC 1:57,6
5. Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru Imp. WRC 1:58,6
6. Markko Märtin/Michael Park (EST/GBR) Ford Focus WRC 2:40,1
7. Sébastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Citroen Xsara 3:45,8
8. Thomas Radström/Denis Giraudet (SWE/FRA) Citroen WRC 5:08,7

Wichtigste Ausfälle: Tommi Mäkinen (FIN), Juha Kankkunen (FIN), Richard Burns (GBR), Gilles Panizzi (FRA), Freddy Loix (BEL)

WM-Fahrerwertung
1. Marcus Grönholm (FIN) Peugeot 37 Punkte
2. Carlos Sainz (ESP) Ford 23
3. Gilles Panizzi (FRA) Peugeot 20
. Colin McRae (GBR) Ford 20
5. Richard Burns (GBR) Peugeot 19
6. Petter Solberg (NOR) Subaru 15

Markenwertung
1. Peugeot 77 Punkte
2. Ford 55
3. Subaru 35
4. Mitsubishi 6
5. Skoda 5
6. Hyundai 4

13.6.2002 10:01