Peking: Schläge für Diplomaten bei Botschaftsflucht
- Außenministerium verschickt "Anweisungen" an Botschaften

Bei einem neuen Fluchtversuch von zwei Nordkoreanern in die Botschaft Südkoreas in Peking ist es am Donnerstag zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Ein südkoreanischer Diplomat und eine chinesische Botschaftsmitarbeiterin seien verletzt worden, als chinesische Wachsoldaten einen der Nordkoreaner gewaltsam abgeführt hätten.
Botschaftsangehörige hätten versucht, den Abtransport zu verhindern.
Die südkoreanische Botschaft protestierte umgehend gegen die gravierenden Verletzung der Exterritorialität und den Verstoß gegen die Wiener Konvention von 1961 über die Unantastbarkeit diplomatischer Vertretungen. Ein Diplomat berichtete, ein Wachsoldat sei ohne Erlaubnis auf das Botschaftsgelände vorgedrungen, nachdem sich ein nordkoreanischer Mann mit seinem Sohn den Weg in die Visaabteilung gebahnt hätte.
Ohne Erlaubnis einzuholen, sei ihnen der Wachmann gefolgt und habe den Vater gepackt und abgeführt. Wie ein Sprecher des Außenministeriums in Peking erklärte, sei eine "Anweisung" an alle ausländischen diplomatischen Einrichtungen gegangen, etwaige nordkoreanische Botschaftsflüchtlinge den chinesischen Behörden zu übergeben.
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