Kaprun-Inferno: Fagan will 500 Mio € Schadenersatz
US-Anwalt Ed Fagan sieht gute Chancen, in den USA mehr als 500 Millionen Euro Schadenersatz für die Angehörigen der Opfer zu erstreiten. "Innerhalb der nächsten 30 Tage wird US-Bundesrichterin Sheindlin in New York wahrscheinlich die Klage gegen Siemens zulassen", sagte Fagan der deutschen "Bild am Sonntag".
Angehörige von US-Bürgern, die am 11. November 2000 unter den 155 Todesopfern des Infernos waren, werfen dem Elektronik-Konzern Siemens vor, die Bergbahn mit mangelhaften elektrischen Installationen ausgerüstet zu haben.
Fagan vertritt laut Zeitungsbericht Angehörige von 121 Todesopfern und sieben Überlebende der Katastrophe. Für den Fall der Zulassung einer Klage für einen Zivilprozess in New York sagte der Anwalt: "Das ist dann der Startschuss für den Beginn der Sammelklagen meiner Mandanten - auch gegen mehr als ein Dutzend weiterer Unternehmen." Der mögliche Ausgang des Strafprozesses in Salzburg bedeute für ihn nicht sonderlich viel, denn in den Gutachten stehe genug über Schlampereien. Eine Klage in den USA sei möglich, da es Amerikaner unter den Opfern gebe und involvierte Unternehmen in den USA ihre Produkte verkaufen.
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