Sonntag, 16. Juni 2002

SPÖ-Chef Gusenbauer kritisiert Strasser & Pröll scharf

  • "Niederösterreichische ÖVP ist skrupellose Partei"
  • SPÖ-intern nach dem Fall Leikam härtere Gangart

SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer richtet ungewöhnlich scharfe Worte an Innenminister Strasser und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll. In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" sagt Gusenbauer: "Strasser ist ein Abkömmling der niederösterreichischen Stahlhelmfraktion".

Auf die Frage, ob Strasser für die SPÖ ein potenzieller Koalitionspartner wäre, meint der SPÖ-Chef: "Man muss Strasser illusionslos betrachten. Er ist ein Abkömmling der niederösterreichischen Stahlhelmfraktion." Diese zeichne sich, so Gusenbauer, dadurch aus, dass im niederösterreichischen Landesdienst "zu 99,6 Prozent ÖAAB-Funktionäre" sitzen. Gusenbauer: "Diese Art von Gesinnung überträgt Strasser nun ins Innenministerium."

Allgemein zu Erwin Prölls niederösterreichischer ÖVP meint der SPÖ-Vorsitzende in "profil": "Die ÖVP in Niederösterreich ist was Macht- und Personalpolitik betrifft eine der skrupellosesten Parteien, die es gibt."

Zur jüngsten Diskussion um seine Person und die innerparteiliche Behandlung der Causa Leikam gibt sich der SPÖ-Vorsitzende in "profil" zuversichtlich. Gusenbauer: "Das Ganze war ein heilsamer Prozess." Gusenbauer will künftig in ähnlichen Fällen strenger verfahren. Gusenbauer: "Wenn einer was angestellt hat wie jüngst Leikam mit seinem Alkoholvergehen, dann wird er in Zukunft verpflichtet sein, die Parteispitze zu informieren."

Lesen Sie die ganze Story in der neuen Ausgabe von "profil".

16.6.2002 08:29