Dienstag, 11. Juni 2002

Gaugg in FORMAT: "Rückzug war nicht abgesprochen"

  • Gutachten (Kasten rechts): Gaugg "arrogant" & "forsch"...
  • PVA: Gaugg hat Dienstvertrag, will bis Freitag entscheiden!

Wer lügt? Der Rückzug von FP-Nationalratsabgeordneten Gaugg war offenbar nicht mit der Parteispitze abgesprochen! Das berichtet das am Freitag erscheinende Nachrichtenmagzin FORMAT. Gaugg auf die Frage, ob sein Rückzug mit Riess-Passer abgesprochen war: "Nein". Damit widerspricht Gaugg seiner Chefin. Sie hatte mehrfach behauptet, Gaugg habe seinen Rückzug aus dem Nationalrat im Vorfeld zugesichert. Auch die PVA geht in die Offensive (Kasten rechts): Herr Gaugg habe sehr wohl seit seinem Dienstantritt am 3. Juni diverse Verträge und Entwürfe erhalten! Am Freitag will er sich entscheiden.

Sein Nationalratsmandat will Gaugg trotz Druck von FPÖ und ÖVP weiterhin nicht zurücklegen. Im FORMAT-Interview sagt Gaugg, es stehe noch nicht fest, ob er sein Mandat überhaupt zurücklegen werde. Gaugg: "Fest steht derzeit nur, daß ich vorläufig mein Mandat behalte."

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Haider hält Gaugg für einen "klugen Mann"
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) rechnet offensichtlich mit einem Mandatsverzicht des neuen Vize-Generaldirektors der Pensionsversicherungsanstalt, FPÖ-Sozialsprecher Reinhard Gaugg. Angesprochen auf die Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), der einen Mandatsverzicht Gauggs für "klug" halten würde, sagte Haider am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz: "Gaugg ist ein kluger Mann."

Die Geschäftsführung der neuen Pensionsversicherungs-Anstalt dürfte indessen teurer als geplant kommen. Der Grund: Es soll entgegen vorheriger Planung drei Generaldirektor-Stellvertreter geben. Und der FPÖ-Abgeordnete Gaugg soll ein doppelt so hohes Gehalt als üblich verlangen.

11.6.2002 08:19