Landeshauptmann-Wechsel in Tirol noch im Herbst
- Weingartner räumt Sessel für Van Staa
- Wahrscheinlicher Wahltermin April bis Juni 2003

Tirol soll im Herbst einen neuen Landeshauptmann bekommen. Die seit Monaten dauernde Debatte um den Zeitpunkt der Amtsübergabe von Landeshauptmann Wendelin Weingartner (V) an seinen Nachfolger, VP-Obmann Herwig van Staa, ist am Montag von Weingartner und Van Staa beendet worden.
Der genaue Termin für die Übergabe des Landeshauptmann-Amtes stand vorerst nicht fest. Dies teilten Weingartner und Van Staa in einer gemeinsamen Erklärung vor Medienvertretern nach einer Sitzung des Parteivorstandes mit. Durch diese Bekanntgabe soll eine "klein karierte Personaldiskussion" am Parteitag (22. Juni) verhindert werden, sagte Weingartner.
Der Herbsttermin sei schon zu Fronleichnam in einem internen Gespräch zwischen dem Landeshauptmann und seinem Nachfolger vereinbart worden, erklärte Weingartner. Sein Rückzug aus der Politik in jenem Jahr, in dem er seinen 65. Geburtstag feiere, sei bereits Bestandteil seiner "persönlichen Lebensplanung" gewesen. Dass er nicht mehr als Parteiobmann und bei Wahlen zur Verfügung stehe, habe er bereits gesagt und bezeichnete die Vorgangsweise als "richtig und fair".
Wahrscheinlicher Wahltermin April bis Juni 2003
Dieses, wie auch jedes Amt sei mit Lasten und Mühen verbunden, erklärte Van Staa, der die Bekanntgabe des Landeshauptmann-Wechsels an seinem 60. Geburtstag durchaus nicht als "Geburtstagsgeschenk" sah. Dies diene lediglich zur Beruhigung der politischen Situation im Land. Er, Van Staa, hoffe auf Unterstützung Weingartners, auch in der Wahlwerbung. Als wahrscheinlichen Wahltermin für die Landtagswahlen nannte der Parteiobmann April bis Juni 2003 - "jedenfalls noch vor dem Ferienbeginn". Diese Regierungsperiode solle "bestmöglich" abgeschlossen werden, zeigte sich Van Staa ablehnend zu einem möglichen Austausch bei den Regierungsmitgliedern. Bei den Wahlen würden die Karten dann "neu gemischt" und da habe der Wähler das Wort.
Keine Spekulationen über Wahlziel
Spekulationen über ein Wahlziel wollte Van Staa nicht abgeben, er hoffe aber auf ein "achtbares" Ergebnis. Mit Konkurrenz aus dem eigenen Lager (wie AK-Chef Fritz Dinkhauser) rechne er nicht, da er davon aus gehe, dass die VP geschlossen in die Wahl gehen werde. Gegenüber dem jetzigen Regierungspartner SPÖ wolle sich Van Staa koalitionstreu zeigen. Was Weingartner oder LHStv. und Ex-Parteiobmann Ferdinand Eberle der SP zugesagt hätten, gelte auch für ihn in dieser Koalitionsperiode, betonte Van Staa.
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