Sonntag, 9. Juni 2002

OMV: Im 2. Quartal besser unterwegs als im ersten

  • Ruttenstorfer: Raffinerie-Margen etwas verbessert

Der heimische Öl- und Gasriese OMV ist nach Angaben von Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer im 2. Quartal dieses Jahres besser unterwegs als im ersten, das im Jahresabstand 60 bzw. 69 Prozent Einbruch beim Betriebserfolg (EBIT) und beim Jahresüberschuss gebracht hatte.

So habe sich zum Beispiel die Situation bei den Raffinerie-Margen gegenüber dem Vorquartal etwas verbessert, sagte Ruttenstorfer am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Hinsichtlich EBIT und Jahresüberschuss werde es auch im Gesamtjahr 2002 bei einem Rückgang bleiben. Es könne aber natürlich nicht das "1. Quartal mal vier" gerechnet werden. Im 1. Quartal war das EBIT v.a. wegen schwacher Raffineriemargen und gesunkener Ölpreise um 60 Prozent auf 80 Mill. Euro gefallen, vor Sondereffekten um 62 Prozent auf 79 Mill. Euro. Der Periodenüberschuss hatte um 69 Prozent auf 40 Mill. Euro nachgegeben.

OMV-Finanzvorstand David Davies hatte am vergangenen Freitag zur jüngsten Konsensusschätzung von Analysten für das bereinigte Betriebsergebnis für das Jahr 2002 von 440 Mill. Euro gemeint, "wenn wir damit nicht leben könnten, müsste ich den Markt darüber informieren". Im Rekordjahr 2001 hatte OMV bereinigt um Restrukturierungskosten ein EBIT von 702 (nach 667) Mill. Euro erzielt, unbereinigt waren es 610 (491) Mill. Euro gewesen.

Ruttenstorfer bekräftigte heute einmal mehr das Mittelfrist-Ziel von 13 Prozent Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROACE). Im Vorjahr hatte die OMV hier 14 (nach 12) Prozent erreicht, heuer würden es wegen der schwachen Raffinerie-Konjunktur weniger als 13 Prozent sein, so der OMV-Chef heute: Die großen Multis Shell und Exxon würden zwar einen höheren ROACE aufweisen, "viele liegen aber darunter".

9.6.2002 16:45