voestalpine: 2001/02 höherer Umsatz, weniger Gewinn
- VA Tech-Abwertung beeinträchtigt Jahresüberschuss
- Rekordergebnisse bei den Verarbeitungs-Divisionen

Der voestalpine-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2001/02 (31. März) mit einem Umsatzanstieg um 6 Prozent auf 3.353,7 Mill. Euro nach 3.166,1 Mill. Euro 2000/01 ab. Die Ergebnisentwicklung hielt mit dem Umsatzanstieg nicht Schritt. Der Betriebserfolg (EBIT) ging auf 159,5 (258,3) Mill. Euro zurück, das EBITDA (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 402,2 (478,1) Mill. Euro. Der Jahresüberschuss sank auf 54,9 (179,1) Mill. Euro.
Verantwortlich hiefür war laut Adhoc-Aussendung die Abwertung der Beteiligung an der VA Tech AG, was den Jahrerüberschuss mit 31,4 Mio. Euro belastete, aber keine Cash-Belastung darstellte. Die Basidividende bleibt daher, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung, mit 1,20 Euro je Aktie unverändert zum Vorjahr, allerdings entfällt der vorjährige Bonus von 70 Cent. Der Gewinn je Aktie ist auf 1,68 (5,60) Euro gesunken.
Drei Divisionen mit positiven Ergebnissen
Von den vier Divisionen des voestalpine-Konzerns lieferten drei positive Ergebnisbeiträge (EBIT) ab, nur die im Aufbau befindliche Division motion lag mit 600.000 Euro im Minus nach einem Plus von 1 Mio. Euro im Jahr zuvor, als der junge Bereich aber mit 42 Mio. Euro Umsatz noch in den Startlöchern war. Im Berichtsjahr setzte motion bereits 173 Mio. Euro um, erst im laufenden Geschäftsjahr werden Großakquisitionen wie Polynorm sowie Elmsteel und der jüngste Erwerb des Karosserieschneiders Matzner bilanzwirksam. Mit den Akquisitionen erzielte voestalpine bereits ein Drittel des Konzernumsatzes 2001/02 im automotiven Bereich.
Bestes jahr der Geschichte für den Bereich Bahnsystem
Der Bereich Bahnsysteme steuerte ein EBIT von 46,3 (41) Mill. Euro bei, der Umsatz wurde um 14 Prozent auf 892 (779) Mill. Euro ausgeweitet, womit die Division das beste Jahr ihrer Geschichte erlebte. Erstmals war die erworbene TSTG (Thyssen Schienen Technik GmbH) konsolidiert, womit voestalpine zum eindeutigen Marktführer in der Schienenerzeugung aufgerückt ist. Die Mitarbeiterzahl der Division ist auf 5.030 (4.129) gestiegen.
Stahl konjunkturell belastet
Die Division Stahl erlebte 2001 als außerordentlich schwieriges Jahr. Der Preisdruck führte zu einem leichten Umsatzrückgang auf etwas über 2 Mrd. Euro, der Betriebserfolg sank - u.a. durch höhere Rohstoffkosten - auf 101,5 (200) Mill. Euro. Die Rohstahlproduktion erreichte mit 4,12 (4) Mill. Tonnen einen neuen historischen Höchstwert, die Mitarbeiterzahl ist von 9.108 auf 9,232 gestiegen. Rund 60 Prozent des Konzernumsatzes entfallen derzeit noch auf Stahlprodukte im engeren Sinn.
Die Division Profilform blickt auf ihr wirtschaftlich bisher erfolgreichstes Jahr, obwohl der Umsatz aufgrund des gesunkenen Preisniveaus auf 463 (482) Mill. Euro zurückgegangen ist. Die Erträge konnten dennoch gesteigert werden, der Betriebserfolg verbesserte sich auf 39,3 (33) Mill. Euro. Die Division bezeichnet sich mit Abstand als der umsatzstärkste Spezialprofilerzeuger Europas. Die Mitarbeiterzahl der Division ist von 2.242 auf 2.090 zurückgegangen.
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