USAirways: Bei Beihilfen-Kürzung droht Insolvenz
- Die Fluggesellschaft benötigt zusätzliches Geld bis August
- Lufthansa-Chef sieht Wettbewerbsverzerrung

Die USAirways Group Inc fürchtet eine Insolvenz für den Fall, dass das nach den Terroranschlägen vom 1. September 2001 beschlossene Notfallprogramm verzögert oder verkleinert würde. Darauf wies die siebtgrößte US-Fluggesellschaft, die sich gegen die geplante Kürzung des Zehn-Mrd.-Dollar-Hilfsprogramms und die Verschiebung der Auszahlung wehren, hin.
USAirways hat sich eigenen Angaben zufolge darauf vorbereitet, im Rahmen dieses Programm einen Kredit über rund 1 Mrd. Dollar zu erhalten.
Die derzeitigen Meinungsverschiedenheiten zwischen Senat und Unterhaus könnten dazu führen, dass das Programm entweder gekürzt oder erst im neuen Fiskaljahr erhältlich ist, welches am 1. Oktober beginnt. Das wäre aber für die angeschlagenen Fluglinie zu spät, heißt es aus dem Unternehmen und von Lobbyisten. Die Fluggesellschaft benötige die Finanzmittel bis spätestens August. Ohne den Kredit müsse die Gessellschaft eine Reorganisation nach dem Insolvenzrecht in Erwägung ziehen, sagte ein Sprecher von USAirways. Dies würde allerdings eine Gefährdung der Arbeitsplätze mit sich bringen.
Lufthansa-Chef sieht Wettbewerbsverzerrung
Lufthansa-Chef Jürgen Weber hat erneut vor Wettbewerbsverzerrungen in der weltweiten Luftfahrt gewarnt. Während etwa die Lufthansa die nach den Terroranschlägen vom 11. September verstärkten Sicherheitsmaßnahmen selber bezahlt habe, hätte in den USA die Regierung diese Kosten übernommen. "Wir werden alles machen, was Sinn hat, und bezahlen das auch, aber andere müssen das auch tun", forderte Weber am Sonntag in Schanghai. Am Vorabend des ersten Treffens der internationalen Luftfahrtvereinigung (IATA) nach dem 11. September mahnte der Lufthansa-Chef zudem eine rasche Lösung beim Problem der Versicherungen an.
"Es ist beschämend, dass wir Monat für Monat um eine Verlängerung der Staatsgarantien betteln müssen", sagte Weber. Als Ersatz für die nach den Terrorattacken auf die USA gekündigten Versicherungen müsse ein gemeinnütziger Fonds geschaffen werden. Das von der europäischen Luftfahrt vorgeschlagene Drei-Stufen-Modell "Eurotime" scheine das einzig sinnvolle zu sein, betonte Weber. Es sei weiter als ein anderes Konzept aus den USA und habe Chancen, weltweit für die Luftfahrtindustrie übernommen zu werden.
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