Sonntag, 9. Juni 2002

Enttäuschende Belgier nur 1:1 gegen Tunesien

  • Beide Teams nur noch mit geringen Chancen aufs Achtelfinale
  • Plus: Ergebnisse, Tabellen und alle Infos zur Gruppe H

Belgien ist am Montag bei der Fußball-WM 2002 in Südkorea und Japan auch im zweiten Spiel nicht über ein Remis hinaus gekommen. Dem 2:2 zum Auftakt in Gruppe H gegen Japan folgte nun in Oita ein weitaus enttäuschenderes 1:1 (1:1) gegen Tunesien. So wird das nichts mit dem Achtelfinaleinzug für die "roten Teufel".

Die Truppe von Teamchef Robert Waseige, die durch Marc Wilmots in Führung gegangen war (13.), liegt mit zwei Zählern nur auf Rang drei der Tabelle und muss am Freitag im abschließenden Vorrundenmatch gegen Russland gewinnen. Die Tunesier, die durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Raouf Bouzaiane zum Ausgleich kamen (17.), halten bei einem Zähler und haben nur mehr geringe Achtelfinal-Chancen.

Als Reaktion auf das enttäuschende 0:2 gegen Russland ließ Teamchef Ammar Souayah seinen bisherigen Kapitän Adel Sellimi auf der Bank und schickte eine eher defensiv eingestellte Elf auf das Feld. Auf Seiten der Belgier verstärkte hingegen Coach Robert Waseige seine Offensive, indem er Branko Strupar von Beginn an angreifen ließ.

Zwei frühe Tore
Der angekündigte Sturmlauf der Europäer führte rasch zum Erfolg, denn Marc Wilmots sorgte bereits in der 13. Minute nach sehenswerter Vorarbeit von Peter van der Heyden und Gert Verheyen für die 1:0-Führung. Für den von den Fans seines Arbeitgebers Schalke 04 "Kampfschwein Wili" genannten Wilmots war es bereits der zweite Turniertreffer.

Die Antwort der Tunesier ließ aber nicht lange auf sich warten, denn vier Minuten später verwandelte Raouf Bouzaiane einen unhaltbaren 25-Meter-Freistoß zum überraschenden Ausgleich. Wenige Augenblicke zuvor hatte Khaled Badra einen Weitschuss im Kreuzeck versenkt, das Tor zählte jedoch auf Grund des zuvor erfolgten Freistoß-Pfiffes nicht.

Ebbe in der zweiten Halbzeit
Obwohl beiden Teams ein Remis wenig weiterhalf, blieb das zu erwartenden Drängen auf die Entscheidung in den zweiten 45 Minuten jedoch größtenteils aus. Der Erfolgsdruck schien eher für Verunsicherung als für Ansporn zu sorgen. Im Endeffekt mussten die Belgier sogar froh über den Punkt sein, denn der schussgewaltige Kais Ghodhbane (51., 89., 90.) sorgte drei Mal für Gefahr bei Belgien-Keeper Geert de Vlieger. Die besten Möglichkeiten der schwachen Belgier vergaben der eingewechselte Wesley Sonck (57.) und Bart Goor (64.).

Belgien (2 Punkte) und Tunesien (1) müssen nun ihre letzten Vorrundenspiele am Freitag gegen Russland (3) bzw. Spitzenreiter Japan (4) gewinnen, um die Achtelfinal-Chance zu wahren.

9.6.2002 13:34