Mittwoch, 5. Juni 2002

Lizenzentzug: Wie die Bundesliga reagieren würde

  • Mit viel Pech nur ein Champions-League-Qualifikant!

Nachdem der Lizenzentzug für den FC Tirol seit Donnerstag Realität ist, wird es im österreichischen Fußball zu weit reichenden Auswirkungen kommen. Betroffen davon sind die heimischen Europacup-Starter, die Abstiegsfrage in der max.(T-Mobile)-Bundesliga sowie in der Ersten Division und noch weiter hinunter die Regionalligisten.

Die derzeitige Konstellation im Hinblick auf Österreichs Europacup-Starter mit den Champions-League-Startern FC Tirol und Sturm Graz sowie den UEFA-Cup-Teilnehmern GAK und Austria Wien ist komplett überholt. Die Bundesliga muss nun der UEFA bis 14. Juni die Europacup-Starter nennen, der Europäische Fußball-Verband ist aber die Letzt-Instanz und muss die vorgeschlagenen vier Starter nicht unbedingt akzeptieren. "Das ist eine juristische und rechtliche Frage", erklärte Bundesliga-Geschäftsführer Reinhard Nachbagauer zur anstehenden Problematik.

Das voraussichtlichen Szenario nach dem Lizenzentzug:
EUROPACUP:

1.) Tirols Platz in der dritten und letzten Qualifikationsrunde der Champions League nimmt Vizemeister Sturm ein.
2.) Statt Sturm kommt der GAK in der zweiten Champions League-Qualifikationsrunde zum Einsatz.
3.) Für Cupsieger GAK rückt der Meisterschafts-Vierte Austria Wien direkt in die UEFA-Cup-Hauptrunde auf.
4.) Der Meisterschafts-Fünfte FC Kärnten kommt erneut in den Europacup und ist in der UEFA-Cup-Qualifikationsrunde am Start.

ABSTIEGSFRAGE:
1.)
VfB Admira/Wacker Mödling bleib der Abstieg aus der obersten Spielklasse erspart, die Niederösterreicher sind statt den Tirolern der zehnte Verein der T-Mobile-Bundesliga.
2.) In der Ersten Division, die durch die Einstellung des Spielbetriebs von Braunau keinen Absteiger hatte, ist auch der FC Lustenau gerettet. Das Relegations-Rückspiel gegen den Wiener Sportclub ist somit ohne Bedeutung, der Traditions-Klub aus der Bundeshauptstadt steht als Aufsteiger fest.

5.6.2002 12:37