Überreste von Terroropfern in New York geborgen
- Aufräumarbeiten gehen weiter
- 2.800 Tote - erst 1.100 Opfer identifiziert

Auch nach dem formellen Ende der Bergungsarbeiten auf dem einstigen Gelände des New Yorker World Trade Center sind in umliegenden Gebäuden Überreste von etwa zwölf weiteren Terroropfern gefunden worden. Die Bürogebäude waren bei den Anschlägen vom 11. September durch Flugzeugteile und Trümmerstücke der zusammenstürzenden WTC-Türme beschädigt worden.
Eine gründliche Durchsuchung des Schutts war bis zum Abschluss der Räum- und Bergungsarbeiten auf dem WTC-Gelände vertagt worden, wie die "New York Times" am Samstag berichtete. Die Aufräumarbeiten am "Ground Zero" waren am 30. Mai mit einer Feier formell beendet worden.
Edward Kalletta, der die Bergungsarbeiten beaufsichtigt, erklärte, das von Bürgermeister Michael Bloomberg gewählte Datum für die Feier sei nur symbolisch gewesen. "Wir wussten, dass die Arbeit mit diesem Tag noch nicht beendet sein wird."
Nach weiteren Angaben des Blattes ist nach wie vor offen, wann Feuerwehrleute ein Gebäude mit 40 Etagen im Besitz der Deutschen Bank betreten dürfen. Der Bau weist an der Nordseite einen Riss auf, der sich vom Boden bis zum 24. Stockwerk erstreckt. Der Zeitung zufolge haben Vertreter des deutschen Unternehmens Sorge geäußert, dass bei der Suche in den Trümmern Schadstoffe aufgewirbelt und in die Luft gelangen könnten. Einige Hinterbliebene von Terroropfern seien über die Verzögerung empört.
Bei den Anschlägen auf das World Trade Center im vergangenen Jahr wurden über 2.800 Menschen getötet. Erst etwas über 1.100 Opfer konnten bisher identifiziert werden.
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