Samstag, 8. Juni 2002

Kennedy-Neffe 25 Jahre nach Mord schuldig gesprochen

  • Nach dreitägiger Beratung

Der Kennedy-Neffe Michael Skakel ist am Freitag wegen Mordes verurteilt worden: Er soll vor mehr als 25 Jahren ein Nachbarmädchen mit einem Golfschläger erschlagen haben.
Ihm drohen US-Medienberichten zufolge 25 Jahre bis lebenslange Haft. Die Geschworenen verkündeten ihr Urteil in Norwalk (US-Bundesstaat Connecticut) nach drei Tagen Beratung.

Zeugen hatten während des dreitägigen Verfahrens berichtet, der damals 15-Jährige sei in sein Opfer verliebt gewesen. Als sich das Mädchen mehr für seinen älteren Bruder interessierte, habe Skakel sie aus Rache mit einem Golfschläger erschlagen.

Die Anklage vor dem Gericht im US-Bundesstaat Connecticut stützte sich auf die Aussagen zweier früherer Mitschüler, denen Skakel die Tat angeblich gebeichtet hatte. Die Geschworenen sahen die Tat als erwiesen an.

Die Verteidigung wollte den 41-jährigen Skakel in dem Verfahren wie einen Jugendlichen behandelt sehen, da er zur Tatzeit minderjährig war. Die Geschworenen kamen dem Wunsch jedoch nicht nach. Obwohl Skakel seit langem als Hauptverdächtiger galt, war der Fall seit 1975 nicht aufgeklärt worden.

8.6.2002 09:06