Spitzelaffäre: Haider zieht Klage gg. Kleindienst zurück
- Wegen strafrechtlicher Anklage
- Kleindienst: Nicht überrascht
Kein Zivilprozess gegen Kleindienst: Der Kärntner Landeshauptmann Haider hat seine Klage gegen den ehemaligen FPÖ-Gewerkschafter Josef Kleindienst im Zuge der so genannten "Spitzelaffäre" zurückgezogen. Kleindienst hatte behauptet, Haider sei in die "Spitzelaffäre" verwickelt. Haider hat darauf hin Klage wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung eingebracht.
Haider-Sprecher Karl Heinz Petritz begründete laut Radio den Rückzug der Klage mit der strafrechtlichen Anklage gegen Kleindienst. Der Zivilprozess hätte am kommenden Montag in St. Pölten stattfinden sollen.
Kleindienst selbst zeigt sich nicht überrascht: "Haider hätte den Prozess wahrscheinlich verloren. Dieses Urteil hätte kein gutes Licht auf ihn geworfen."
Der Strafprozess zur "Spitzelaffäre" - angeklagt sind neben Kleindienst der ehemalige Wiener FPÖ-Kommunalpolitiker Michael Kreißl - wird im September stattfinden. Kleindienst rechnet übrigens mit Freisprüchen.
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