"profil": Kapruner Bürgermeister unter Beschuss
- Ortschef musste vom illegalen Betrieb des Alpincenters wissen
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird der Bürgermeister von Kaprun, Norbert Karlsböck, jetzt, kurz vor dem Beginn des Strafprozesses um die Brandkatastrophe, wegen seiner Doppelfunktion als Bürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Gletscherbahnen Kaprun AG scharf kritisiert.
Anlass für die Kritik an Karlsböck ist jene Brandschutztür, die sich zwischen dem Alpincenter am Kitzsteinhorn und dem Tunnel der Standseilbahn befand. Nach dem Unfall hatte sie sich nicht schließen lassen, weswegen giftige Rauchgase in das Alpincenter drangen und dort drei Menschen töteten.
Als Bürgermeister war Karlsböck auch Baubehörde erster Instanz und musste wissen, dass es für den Betrieb des Alpincenters, dessen Renovierung noch nicht abgeschlossen war, zum Unglückszeitpunkt keine Genehmigung gab. Und als Aufsichtsrat der Gletscherbahnen musste er wissen, dass die Anlage dennoch bereits betrieben wurde. Karlsböck wollte zur Kritik an seiner Doppelfunktion keine Stellungnahme abgeben.
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