Freitag, 7. Juni 2002

Mit Mopedauto als Geisterfahrer auf der Westautobahn

  • Tiroler hatte sich bei Auffahrt geirrt - Lkw-Fahrer stoppte ihn!
  • Megastau in Wien nach Unfall auf der Südost-Tangente

Als Geisterfahrer war heute, Freitag, Mittag ein 50-jähriger Frühpensionist aus Tirol mit seinem Mopedauto auf der Westautbahn unterwegs. Ein mutiger Vorarlberger Kraftfahrer konnte den Mann mit seinem Lastwagen zum Anhalten bringen, teilte die Gendarmerie in einer Aussendung mit. Der Frührentner hat sich bei der Auffahrt Thalgau verirrt, wie er später sagte. Er fuhr deshalb mit dem Mopedauto, das auf Autobahnen verboten ist, auf der Salzburger Fahrbahn Richtung Mondsee. Insgesamt dauerte die Geisterfahrt etwa fünf Minuten.

Der 38-jähriger Kraftfahrer aus Buch bei Wolfurt (Vorarlberg) hatte im Radio bereits die Geisterfahrerwarnung gehört. Als er das Fahrzeug entgegenkommen sah, blinkte er wiederholt mit der Lichthupe und fuhr etwas auf die Überholspur, wobei er die Geschwindigkeit reduzierte. So konnte er den Geisterfahrer zum Anhalten zwingen.

Anschließend verständigte der Kraftfahrer die Gendarmerie. Bis zum Eintreffen der Gendarmen sicherten er und ein weiterer Kraftfahrer das am linken Fahrstreifen stehende Leicht-Kfz mittels eingeschalteter Warnblinkanlage ab. Der 50-Jährige gab an, dass es ihm schon aufgefallen sei, dass er als Geisterfahrer unterwegs war. Er habe auch wenden und die Autobahn verlassen wollen.

Nicht nur mit Geisterfahrern hatten die Autofahrer heute zu kämpfen: Freitag Nachmittag - und nichts geht mehr! Auf der Wiener Südost-Tangente standen Zehntausende im 25 Kilometer langen Stau. Der Grund für den Mega-Stau: Ein Unfall auf Wiens wichtigster Durchzugsstraße. Und der allgemeine Aufbruch ins Wochenende.

7.6.2002 16:10