Unwetter: Schwere Schäden in OÖ, Bayern, Tschechien
- Schwere Hagel-Schäden auch in Vorarlberg
- PLUS: Die Bilder der Überschwemmungen in NÖ
In Oberösterreich, Bayern und Tschechien haben schwre Unwetter zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. Auch in Vorarlberg hatten Hitzegewitter am Mittwoch Schäden in Millionen-Höhe verursacht.
Von heftigen Gewittern und Stürmen betroffen waren am Donnerstagabend Teile von Oberösterreich und auch der bayerische Raum. Am ärgsten war die Situation im Innviertel. Und in Fürstenzell in Bayern verbrannten mehr als 60 Schweine, nachdem ein Blitz in den Dachstuhl eines Mastbetriebes eingeschlagen hatte.
Innerhalb weniger Stunden mussten die Feuerwehren im Bezirk Schärding 18 Mal ausrücken, sie wurden dabei von Florianijüngern aus dem benachbarten Bayern unterstützt. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert, in elf Fällen mussten Keller ausgepumpt werden. Die "Wasser-Staubsauger" der Feuerwehren waren im Dauereinsatz.
Betroffen war auch das Krankenhaus Schärding, wo im Kellergeschoss eine Fläche von rund 700 Quadratmetern unter Wasser stand. Ebenso Liftschächte und die Räumlichkeiten für die Stromversorgung sowie ein Medikamentenlager. Beim Lagerhaus Schärding wurde eine Eisenbahn-Unterführung mehr als einen Meter hoch überflutet.
In der Gemeinde Fürstenzell im bayrischen Landkreis Passau schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Mastbetriebes mit mehr als 600 Schweinen ein. Der Dachstuhl fing sofort Feuer, das Gebäude brannte zur Gänze nieder. 63 Schweine kamen in den Flammen um, zwei weitere mussten an Ort und Stelle erschossen werden. Auf Anordnung des Tierarztes müssen die "überlebenden" rund 550 Schweine ebenfalls notgeschlachtet werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro.
Schwere Unwetter auch in Tschechien
Schwere Unwetter haben in der Nacht auf Freitag in weiten Teilen Tschechiens zu teilweise erheblichen Schäden geführt. Straßen und Keller wurden überflutet, Bahnlinien unterspült, Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt, berichtete der tschechische Rundfunk. Menschen wurden nicht verletzt.
Blitz, Donner und Hagel!
Nach den schweren Wärmegewittern, die am Mittwochabend über weite Teile von Vorarlberg niedergingen, waren die Feuerwehren mit rund 140 Ausrückungen im Großeinsatz gegen die Naturgewalten. Zwischen dem Montafon und dem Raum Hohenems richteten Unwetter und Hagelkörner in der Größe von Taubeneiern schweren Schaden an landwirtschaftlichen Kulturen, Straßen und Gebäuden an. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Wie die Österreichische Hagelversicherung am Donnerstag in einer ersten Bilanz feststellte, handelte es sich um das zweitgrößte Schadensereignis in Vorarlberg seit Bestehen der Hagelversicherung. Der Sachschaden wurde von Vorstandssprecher Kurt Weinberger mit rund 500.000 Euro beziffert. Das Hagelunwetter traf laut ersten Ermittlungen der Sachverständigen vor allem Obstkulturen, Gärtnereien und Maiskulturen in den Gemeinden Hohenems (Bezirk Dornbirn) und Götzis (Bezirk Feldkirch). 1993 gab es einen vergleichbaren Hagelschaden im Ländle.
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