Donnerstag, 6. Juni 2002

NEWS: Strasser will sparen, Gendarmerie will streiken

  • Roter SP-Gewerkschafter droht mit Kampfmaßnahmen
  • "Strohmeyer abgesetzt, weil er beim Umfärben nicht mitspielte"

Der Chef von 16.000 Beamten zur Flugpolizei versetzt, die Sparmaßnahmen vom Innenminister. Das will die Gewerkschaft der roten nicht so ohne weiteres hinnehmen. In einem Interview in der neuen Ausgabe von NEWS kündigt Kurt Kaipel, mächtiger Chef der Gewerkschaft, Kampfmaßnahmen an.

Kaipel wörtlich: "Wir werden im Präsidium der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst einen Antrag auf Kampfmaßnahmen einbringen." Falls die VP-Gewerkschafter den Streikbeschluss niederstimmen, werde die FSG (Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter) den Antrag "selbst umsetzen." Kaipel: "Sollte dieser Antrag durch die ÖVP-Mehrheit abgelehnt werden, werden wir die beantragten Kampfmaßnahmen eben alleine durchführen."

Zudem meinen die SP-Gewerkschafter hinter Strassers Reformplänen und der Versetzung des Gendarmerie-Generals Oskar Strohmeyer in Wahrheit keine Einsparmaßnahmen sondern lediglich "massive Umfärbungen zugunsten der ÖVP" auszumachen. Kaipel: "Mit General Strohmeyer bin ich als Gewerkschafter oft genug zusammengekracht. Aber jetzt muss ich sagen: Er wurde nur deshalb abgesetzt, weil er sich weigerte beim Umfärben mitzuspielen."

Strohmeyer sei nur deshalb abgesetzt worden, weil er sich geweigert habe, bei der Besetzung von 35 Offiziers-Planstellen nicht den Personalwünschen der ÖVP zu folgen. Der Innenminister habe dann nur mehr die Möglichkeit gehabt, die VP-Wunschkandidaten per schriftlicher Weisung durchzudrücken oder eben den SP-nahen Gendarmerie-General zu versetzen, so Kaipel.

Lesen Sie die ganze Story in der neuen Ausgabe von NEWS.

6.6.2002 22:13