Weiss sollte in Geheimaktion abgeschoben werden
- Laut Anwalt mit Injektion betäubt

Der amerikanische Geschäftsmann Sholam Weiss sollte Sonntag vorvergangene Woche in die USA abgeschoben werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Wie FORMAT schreibt, war Weiss laut seinem Anwalt Michael Winischhofer von drei Bedienstete der Wiener Justizwache festgehalten worden. Ein Arzt soll laut Anwalt dem am Flur Kauernden gegen seinen Willen mit einer Spritze für den Abtransport Richtung USA ruhiggestellt haben.
Der 48jährige gilt als einer von Amerikas meistgesuchten Betrügern und sitzt seit Oktober 2000 in Wien in Haft. Er ist in den USA in Abwesenheit zu einer ungewöhnlich hohen Haft von 845 Jahren verurteilt worden, nachdem er zu Beginn der 90er Jahre die Konten tausender Pensionisten in Florida geplündert hatte.
Wie FORMAT weiter schreibt, ist der nun bekannt gewordene erneute Versuch der gewaltsamen Abschiebung unter merkwürdigen Umständen zustande gekommen: Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hatte nämlich am Freitag vor der Abschiebung, dem 24. Mai, entschieden, daß die Abschiebung aufgeschoben werden muß. Erst ein Telefonat von VwGH-Präsident Clemens Jabloner mit den Beamten des Innenministeriums am Flughafen Schwechat beendete die im Gang befindliche Abschiebung.
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