Nach Leikam: Gusenbauer-Offensive gegen Kritiker
- Brief an Basisfunktionäre wegen Leikam-Rücktritt

·Leikam-Erbe
Gusenbauer wollte Steffi Graf
·Verbal-Attacke
Leikam schimpfte SPÖ-Chef!
·Ihre Meinung
War der Mandats-verzicht richtig?
·Leikams Leben
Ein "Steher" unter Beschuss
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer in einem Brief an 4000 Basisfunktionäre scharfe Kritik an jenen Mandataren geübt, die ihn wegen seines strikten Vorgehens in der Affäre um den SP- Nationalratsabgeordneten Anton Leikam gerügt hatten.
Leikam, der mit zwei Promille Alkohol im Blut einen Unfall verursacht hatte, habe sich, so Gusenbauer, keineswegs bloß eines Kavaliersdelikts schuldig gemacht. Alle Funktionäre, die die Rücktrittsaufforderung an Leikam öffentlich für übertrieben bezeichneten würden, so das Schreiben des SP-Chefs, "schädlich und kontraproduktiv" handeln, weil sie die "öffentliche Aufmerksamkeit von den Affären der Regierungsparteien ablenken".
Kritik an Gusenbauer und am Vorgehen der SPÖ hatten in den letzten Tagen Leikam selbst, der SPÖ-Abgeordnete Peter Keppelmüller, sowie die Ex-Minister Karl Blecha, Franz Hums und Karl Schlögl geäußert.
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