Kriminalstatistik 2001: Weniger Anzeigen
- Auch die Aufklärungsquote gesunken
- Euro-Einführung schlägt sich in Statistik nieder

Im Jahr 2001 sind in Österreich 522.710 gerichtlich strafbare Handlungen angezeigt worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Fälle um 40.008 beziehungsweise 7,7 Prozent auf 476.921 zurückgegangen. Gesunken ist jedoch auch die Aufklärungsquote. "Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Die Kriminalität befindet sich im internationalen Vergleich auf einem konstant niedrigen Niveau", betonte Innenminister Ernst Strasser.
In Österreich wurden demnach im vergangenen Jahr 6.481 strafbare Handlungen pro 100.000 Einwohner angezeigt. In Deutschland waren es 7.736, in der Schweiz 7.030 und in Dänemark 9.102. Einen massiven Rückgang gab es im vergangenen Jahr bei den strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben. Insgesamt 80.247 derartige Delikte wurden registriert, wieder im Vergleich der Zeiträume Februar bis Dezember ergab sich ein Minus von 21,4 Prozent zum Jahr davor. Die angezeigten Sittlichkeitsdelikte gingen um 12,1 Prozent zurück. Eine beträchtliche Zunahme, nämlich um 21,5 Prozent, wurde im Bereich Falschgeldkriminalität verzeichnet.
Aufklärungsquote gesunken
Von den 522.710 erfassten Straftaten wurden 218.198 Fälle geklärt. Das entspricht einer Quote von 41,7 Prozent. Obwohl um 2,1 Prozent (3.894) mehr Tatverdächtige ermittelt wurden, sank die Aufklärungsquote um nicht weniger als sieben Prozent. Zurückgeführt wurde dies von Strasser auf dem Umstand, dass im vergangenen Jahren einerseits die Zahl der Serienbetrügereien gesunken ist, wo bei der Ausforschung eines Täters traditionell zahlreiche Einzelfälle geklärt werden, und andererseits ein Teil der Einbruchsdiebstähle von organisierten ausländischen Tätergruppen verübt wird, deren Mitglieder sich rasch aus Österreich absetzen.
Kriminalstatistisch niedergeschlagen hat sich die Einführung des Euro-Bargeldes mit 1. Jänner 2002, welche die Geldfälscher zwang, ihre Bestände an Altwährungs-"Blüten" abzusetzen. Bei den bekannt gewordenen Fälschungen wurde eine Zunahme von rund einem Fünftel registriert.
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