Schon wieder: Taucher im Attersee tödlich verunglückt
- Tiefe von mehr als 60 m wurde Wassersportler zum Verhängnis
- Pärchen verunglückte am Wochenende im steirischen Erlaufsee
Drei Tote innerhalb von drei Tagen! Erst am Wochenende hatte ein Tauch-Unglück in der Steiermark zwei Menschenleben gefordert (siehe Kasten rechts): Am montag starb ein Deutscher im Attersee. Der Mann hatte in einer Tiefe von mehr als 60 Metern Probleme bekommen. Sein Begleiter wurde lebend, aber schwer verletzt, gerettet.
Bei dem Toten handelt es sich um einen 34-jährigen Deutschen aus Mannheim. Er war gemeinsam mit drei anderen Deutschen am Mittwoch vergangener Woche an den Attersee gekommen. Zwischen Weyregg und Steinbach im Bereich der so genannten "Schwarzen Brücke" - einem beliebten "Ausgangspunkt" für viele Taucher - absolvierten die Deutschen in Zweiergruppen seit Mittwoch etwa fünf bis sechs Tauchgänge ohne Probleme.
Am Montag gingen die beiden Zweier-Gruppen wiederum in eine Tiefe von etwa 50 Metern. Eines der beiden Teams entschloss sich dann, nicht noch tiefer zu tauchen. Die beiden anderen allerdings zog es noch weiter in den an dieser Stelle 82 Meter tiefen See.
Bei etwa 60 Metern bekamen die beiden Froschmänner offensichtlich Schwierigkeiten und sie mussten auftauchen, wobei einer der beiden seinen Freund bis zur Wasseroberfläche bringen konnte. Hier entglitt der Taucher seinem Kollegen aber und versank. Der zweite Taucher wurde mit Verletzungen zur "Dekompression" nach Traunstein in Bayern geflogen.
Eine sofort eingeleitete Suchaktion nach dem vermissten Taucher blieb bis in die Nachmittagsstunden erfolglos. Dann wurde die Suche unterbrochen, für den Montagabend war eine neuerliche Suchaktion angesetzt. Es wurde allerdings vereinbart, dass sich die Rettungstaucher nur bis zu einer "Sicherheitsgrenze" von 40 Metern vorwagen. Sollte der Verunglückte bis zu dieser Tiefe nicht gefunden werden können, wird in den kommenden Tagen mit einer Unterwasserkamera weiter gesucht. Kenner des Attersees schlossen nicht aus, dass der Körper des deutschen Tauchers bis zum Grund in mehr als 80 Metern gesunken sein könnte.
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