Donnerstag, 30. Mai 2002

FORMAT: Zoff zwischen UPC und Wiener Telekabel

  • Minderheitseigentümerin Kabel TV-Wien droht mit Klage

Schweren Zoff gibt es zwischen der Wiener Telekabel und ihrer krisengeschüttelten holländischen 95-Prozent-Eigentümerin UPC. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Gestritten wird über ausgebliebene Geldflüsse für den Ausbau des Kabelnetzes und Einfluß auf den Content des Netzes, der nach Ansicht der Fünf-Prozent-Minderheitseigentümerin Kabel TV-Wien (im Besitz der Stadt Wien) stärker regionalen Bedürfnissen entsprechen sollten.

Die Geschäftsführer der Kabel TV-Wien, Christian Cap und Alfreda Bergmann-Fiala, ließen eine mehrseitige Klagsschrift gegen die UPC erarbeiten. Deren Kern: Die UPC habe 1995 den Kaufpreis von zwei Milliarden Schilling der Telekabel selbst als Verbindlichkeiten angelastet. Das widerspräche der aktuellen Rechtslage.

Die Klage wird nun als Druckmittel eingesetzt. Cap erklärte gegenüber FORMAT, "die Entscheidung, ob wir sie einbringen, steht derzeit auf Messers Schneide". Ihm gehe es darum, die Wiener Telekabel aus den internationalen Kalamitäten der angeschlagenen UPC herauszuhalten.

Eugene Musselman, UPC-Geschäftsführer, erklärte auf FORMAT-Anfrage, daß er mit der Klagsdrohung konfrontiert worden sei. Er habe immer ein gutes Verhältnis zu den Wiener Partnern gehabt und wolle versuchen, die Situation mit Verhandlungen zu retten. Zu Redaktionsschluß der aktuellen FORMAT-Ausgabe am Mittwoch liefen diese Verhandlungen auf Hochtouren.

Die komplette Story lesen Sie im neuen FORMAT!

30.5.2002 10:49