Euro auf höchstem Stand seit Jänner 2001
- Gemeinschaftswährung steigt über 0,95 Dollar

Jubel in Europa! Der Euro ist am Mittwoch erstmals seit Jänner 2001 zeitweise über die Marke von 0,95 Dollar gestiegen. Am wichtigsten europäischen Devisenmarkt in London wurde die Gemeinschaftswährung kurzzeitig mit bis zu 0,9503 Dollar gehandelt. Händler begründeten den erneuten Euro-Kursanstieg mit der anhaltenden Dollar-Schwäche in Folge der Sorgen über die US-Wirtschaftserholung. Auch hätten die schwächeren Kurse an der Wall Street vom Vorabend die US-Währung belastet.
Um 10.13 Uhr MESZ lag der Euro dann mit 0,9486 Dollar wieder leicht unter der 0,95er-Marke. In das europäisch dominierte Geschäft war der Euro am Mittwoch gut behauptet gestartet. Gegen 8.51 Uhr MESZ kostete er 0,9480 Dollar nach 0,9472 Dollar eine gute Stunde zuvor in Asien und nach 0,9484 Dollar am Vorabend in den USA. Im späten europäischen Handel kostete der Euro am Dienstag gegen 17 Uhr MESZ 0,9425 Dollar.
"Es sieht nach einer breiten Dollar-Schwäche aus, vor allem gegenüber europäische Währungen", sagte Kamal Sharma von der Commerzbank. Am Markt würden am Mittwoch bereits kleine Aufträge den Markt wegen der geringen Liquidität bewegen, fügte er hinzu. Die Handelsvolumina seien sehr gering, weil die meisten Händler das WM-Fußball-Spiel England gegen Nigeria verfolgen würden.

