Freitag, 31. Mai 2002

Spannendes Match Kamerun - Irland endet 1:1

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Nichts wurde es mit dem zweiten afrikanischen Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Kamerun ging gegen Irland durch ein Tor von Patrick Mboma (39.) mit 1:0 in Führung. Doch die kampfstarken Europäer schafften dank einer starken zweiten Hälfte noch den verdienten Ausgleich durch Matt Holland (52.) zum 1:1-Endstand. Dem als Geheimfavorit gehandelten Afrika-Sieger blieb damit im Gegensatz zu Vize-Champion Senegal, der am Vortag im Eröffnungsspiel Titelverteidiger Frankreich mit 1:0 entzaubert hatte, der erhoffte Auftakt-Erfolg versagt.

Die technisch besseren Kameruner, in deren Reihen mit Song, Geremi, Lauren, Foe, Olembe, Tchato, Eto'o und Suffo acht der beim Wiener 2:2 gegen Österreich engagierten Spieler zum Einsatz kamen, bestimmten in der ersten Hälfte das Geschehen und gingen in dieser Phase auch in Führung. Die erste Chance durch den überragenden Eto'o wurde zwar in der 18. Minute noch vom irischen Keeper Shay Given vereitelt, doch in der 39. Minute hieß es 1:0 für die Truppe von Winfried Schäfer. Eto'o leistete mit einer schönen Einzelaktion die Vorarbeit und spielte danach ideal für seinen Sturmpartner Mboma auf. Kurz vor der Pause verhinderte Kamerun-Keeper Boukar nach einem von Song abgefälschten Harte-Freistoß das 1:1 für die Iren, bei denen anfangs das Fehlen des suspendierten Kapitäns Roy Keane nicht zu übersehen war.

Iren in zweiter Halbzeit stärker
Nach der Pause änderte sich das Bild. Ausgerechnet Matt Holland, der Ersatzmann von Roy Keane, schaffte mit einem präzisen Weitschuss genau in die Ecke in der 52. Minute den Ausgleich. Ab diesem Zeitpunkt kontrollierten die zweitkampfstarken Iren das Spiel und waren dem Sieg näher als die höher eingeschätzten Afrikaner, denen in der 84. Minute bei einem Stangenschuss von Robbie Keane das Glück zur Seite stand.

Kamerun technisch besser
"Den technisch besseren Kamerunern gehörte die erste Hälfte, doch nach der Pause waren die Iren mit ihrem Fußball mit Herz stärker. Sie waren für mich die moralischen Sieger", meinte dazu der frühere Rapid-Trainer Lothar Matthäus.

31.5.2002 15:51