Gnade für Schwalbenopfer: FIFA nimmt Karten zurück
- Aber: Schiedsrichter sollen damit nicht getadelt werden

Schwalbenopfer" können bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan mit Gnade rechnen. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass es sich nicht um ein Foul des mit einer Karte bedachten Spielers, sondern um eine Schauspieleinlage des Gegners gehandelt hat, kann die Strafe rückgängig gemacht werden.
Laut Volker Roth, Mitglied im FIFA-Schiedsrichter-Ausschuss, werden in einem solchen Fall das Spielvideo und die Aufzeichnungen des Schiedsrichter-Beobachters für die Bewertung des Vorfalls herangezogen.
"Bei einer Fehlentscheidung kann die Disziplin-Kommission sagen, dass es keine Bestrafung gibt", sagte Roth am Donnerstag bei einem Schiedsrichter-Treffen in Chiba/Japan, "das haben wir bei unserem letzten Meeting in der Schweiz entschieden."
Damit sollen die beteiligten Unparteiischen nach Meinung von Roth aber keineswegs getadelt werden: "Eins muss klar sein - das sind menschliche Wesen, die Fehler machen können." Über die Rücknahme der Strafe soll schon einen Tag nach dem entsprechenden Spiel entschieden werden.
