Rapid-Trainer Hickersberger: "Ehre und Verpflichtung"
- "Und dazu ein Haufen Arbeit"
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Bringt "Hicke" Rapid wieder rauf?
Josef Hickersberger wurde am Dienstag von Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien als neuer Trainer vorgestellt. "Das ist eine unglaubliche Herausforderung. Ein Job, der mich reizt und fordert. Rapid muss wieder eine Mannschaft und eine Einheit werden, die unbedingt gewinnen will", verkündete der Ex-Teamchef bei seiner Antritts-Pressekonferenz.
Rapid-Präsident Rudolf Edlinger meinte zu den Gründen, warum die Wahl auf Hickersberger gefallen ist: "Er hat ein hohes Ansehen in der Fußball-Szene und gute Qualifikationen, dazu präsentierte er überzeugende Konzepte. Es war eine Entscheidung für jemanden und nicht gegen jemanden. Es soll eine Renaissance eingeleitet werden, die primär auf junge talentierte Spieler, geführt von einigen Routiniers, baut." Als Ziel gab es vom Präsidium das Erreichen eines europäischen Bewerbes in der kommenden Saison, der Wunsch Edlingers für den neuen sportlichen Leiter waren die selben Erfolge, die er auch als Rapid-Spieler hatte.
Schöne Erinnerungen
An den Meistertitel 1982 mit Grün-Weiß erinnert sich Hickersberger auch gerne zurück. "Ich bin mit Wacker Innsbruck abgestiegen und hatte eine Knieoperation. Dann habe ich bei Rapid einen Vertrag per Handschlag ausgemacht, der wegen meiner Verletzung eine Ausstiegsmöglichkeit für beide Seiten vorsah. Ich bekam nur ein geringes Fixum, aber dafür eine schöne Prämie für den Titel, den wir dann ausgerechnet gegen Wacker Innsbruck fixierten." Nun möchte er als Trainer "Rapid dorthin zurückbringen, wo Rapid hingehört. Aber vom achten Platz zum Gipfel ist es ein weiter Weg."
"Herzog wird eine Hauptrolle spielen
"Es ist einfach Trainer zu sein, wenn es läuft. Das Schwierigste ist es aber den Verein in Krisenzeiten durch stürmische Wasser zu steuern. Rapid-Trainer ist Ehre und Verpflichtung und dazu ein Haufen Arbeit." Das Ziel sei zunächst aus der Mannschaft das Optimum herauszuholen. "Rapid muss sich als Ziel setzen, in einen internationalen Bewerb zu kommen. Es gilt die bestmögliche Organisation zu finden und Andi Herzog wird dabei eine Hauptrolle spielen. Wenn er statt den Ball gegen eine Werbetafel tritt, zeigt das den Frust. Aber ich weiß, wie gut Herzog sein kann."
Erfolge in Arabien
Unterstützt wird Josef Hickersberger von Peter Persidis. "Er war schon eine Überlegung als Assistent, als ich Teamchef war. Ich freue mich sehr über seine Rückkehr zu Rapid." Seine persönliche Rückkehr nach Österreich nach Stationen in Bahrain, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar bringt für "Hicke" auch wieder Angenehmes: "Ich werde das Rapid-Training nicht nach den Gebetszeiten ausrichten müssen." Dennoch erinnerte er sich gerne: "Ich hatte viele schöne Erfolge. Meister in Bahrain, die Arab Constructors habe ich als Vorletzter übernommen und auf Platz drei sowie ins Cupfinale geführt. Mein größter Erfolg und schönster Abschied war aber zuletzt der Sieg im Emir-Cup in Doha."
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